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Coronakrise pusht Kartenzahlungen © PantherMedia/Martin Novak

Sicherheitsgurt Bargeld liegt zu Hause und ist wichtig für das Sicherheitsgefühl. Geht es um sicheres Bezahlen, bekommt die Karte einen neuen, höheren Stellenwert.

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Sicherheitsgurt Bargeld liegt zu Hause und ist wichtig für das Sicherheitsgefühl. Geht es um sicheres Bezahlen, bekommt die Karte einen neuen, höheren Stellenwert.

Redaktion 30.04.2020

Coronakrise pusht Kartenzahlungen

ING-Umfrage: Drei Viertel (72%) der Österreicher sind überzeugt: Bargeldlos ist aktuell die bessere Option.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. „Die Skepsis hinsichtlich der Versorgungssicherheit mit Bargeld ist so gut wie vom Tisch. Gleichzeitig wird vermehrt mit Karte bezahlt. Die Coronakrise wird Bargeldloszahlungen antreiben”, ist Barbaros Uygun, Chef der ING in Österreich, überzeugt.

Raschere Abkehr vom Bargeld

Die Bedeutung von Bargeld war für die Österreicher immer besonders hoch, dies zeigten die internationalen Vergleichsstudien der ING immer wieder. Umso weniger wunderte man sich über den Run auf Bankomaten rund um die Lockdown-Ankündigung am 13. März 2020.

Eine Analyse der ING ergab, dass die durchschnittliche Behebung bei ihren Kunden in Wien rund um diesen Peak (13. bis 22. März) von 147 auf 247 € anstieg und damit um 70% höher war, als in den Monaten davor. Seit Ostermontag (13.4.2020) werden durchschnittlich Beträge von 183 € behoben.
„Wir bewegen uns auch hier wieder Richtung Normalität. Ich denke, dass wir österreichischen Banken die Versorgungssicherheit unter Beweis gestellt haben und das Vertrauen in uns gestärkt ist.”
Beim Bezahlen mit Karte an der Kassa stieg der durchschnittliche Betrag bei den ING-Kunden von 30 auf 35 €.

Lieber mit Karte bezahlen

„Wir begrüßen die Anhebung des Limits für kontaktloses Bezahlen ohne PIN von 25 auf 50 Euro”, sagt Uygun. Selbstverständlich aus hygienischen Gründen, aber auch, weil damit Zeit beim Einkaufen gespart wird, sei dies notwendig gewesen.

„Kartenzahlungen werden durch die aktuelle Krise angekurbelt, und die Einstellung zu Bargeld wird von vielen Menschen überdacht werden”, meint Uygun.
Immerhin: bei der Umfrage waren es nur acht Prozent der Befragten, die angaben, wegen der Pandemie mehr Bargeld als sonst in der Geldbörse zu haben.
„Das Bargeld liegt also zu Hause und ist wichtig für das Sicherheitsgefühl. Geht es um sicheres Bezahlen, bekommt nun die Karte einen neuen, höheren Stellenwert”, resümiert der ING-Chef.

Über die Umfrage

Die repräsentative Umfrage wurde in Österreich von Marketagent im Auftrag der ING in Österreich durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren. Befragungszeitraum: 31.3. bis 3.4.2020.

Über die ING

„Bank. Aber besser.” lautet das Motto, unter dem die ING in Österreich die Services der digitalen Vollbank anbietet. Mittler­weile nutzen 570.000 Österreicher Girokonto, Verbraucherkredit, Immobilienfinanzierung, Sparkonto und Depot. Firmenkunden will die ING Finanzlösungen auf internationalem Niveau bieten.

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