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Der dunkelgraue Montag © AFP/Bryan R. Smith

Wie rasch ein Sentiment an der Börse drehen kann, zeigte der Dow Jones: 800 Punkte Minus in 15 Minuten.

© AFP/Bryan R. Smith

Wie rasch ein Sentiment an der Börse drehen kann, zeigte der Dow Jones: 800 Punkte Minus in 15 Minuten.

reinhard krémer 09.02.2018

Der dunkelgraue Montag

Wer fürchtet sich vor der Korrektur? Niemand! Wenn sie aber kommt? Dann laufen die Investoren schnell davon …

••• Von Reinhard Krémer

NEW YORK/WIEN. Die Korrektur der Weltbörsen war schon länger nach einer schier end­losen Aufwärtsbewegung erwartet worden – und doch hatte niemand damit gerechnet. Zumindest nicht am Montag, dem 5. Februar 2018: Der US-Leitindex Dow Jones büßt innerhalb von 15 min. mehr als 800 Punkte ein, in der Spitze sogar fast 1.600 Punkte. Der Dow schließt mit 1.100 Punkten im Minus oder 4,6%. Schockwellen folgen dann in Asien und Europa, bevor sich die Lage im Verlauf der Woche wieder beruhigt. In Anlehnung an den „Schwarzen Montag” im Jahr 1987, als der Dow um 23% abstürzte, sprechen Experten vom „Dunkelgrauen Montag”.

Gesunder Prozess

„Für langfristig denkende Anleger war diese Korrektur schon mehr als überfällig. Kursgewinne von rund fünf Prozent und darüber hinaus bei Dow Jones, Nasdaq und DAX seit Jahresanfang und davor eine jahrelang andauernde Aufwärtsphase zeigten, dass es höchste Zeit für eine Gegenbewegung war”, sagt Ingrid Szeiler, CIO der Raiffeisen KAG.

Sie sieht die aktuelle Korrektur als gesunden Prozess innerhalb einer grundsätzlich positiven Entwicklung. Die Bodenbildung wird die sich vermutlich über die nächsten Wochen ziehen, so Szeiler: „Kein Grund zur Panik”, so die Raiffeisen-Expertin.

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