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Der richtige Mix zum Erfolg am Immo-Markt © Arnold Immobilien
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Redaktion 13.03.2020

Der richtige Mix zum Erfolg am Immo-Markt

medianet sprach mit Geschäftsführer Markus Arnold über den europäischen Siegeszug der Arnold-Gruppe.

••• Von Oliver Jonke und Helga Krémer

Kapitalmärkte lassen sich leider gern von Viren und angekündigten Pandemien durcheinanderbringen. Nicht so die Immobilienbranche, die erfreut sich bester Gesundheit. medianet sprach mit Markus Arnold, Geschäftsführer der Arnold Immobilien GmbH, über „seinen” Immobilienmarkt.


medianet: Bevor wir uns Neuem widmen – wie ist das vergangene Jahr für Sie gelaufen?
Markus Arnold: 2019 war ein besonderes Jahr für uns. Es war unser zehnjähriges Jubiläum, wir haben unsere neuen Standorte vorbereitet und wir konnten sowohl in der Gruppe als auch in der Wiener Niederlassung den höchsten Umsatz jemals erzielen. Da haben sich viele angenehme Dinge quasi die Klinke in die Hand gedrückt. Ich hätte gerne noch ein paar solcher Jahre …

medianet:
Auf welche Umstände führen Sie Ihren besonderen Erfolg zurück?
Arnold: Ich glaube, es ist die sehr gute Kombination aus drei Komponenten – die Breite, in der wir uns mittlerweile bewegen, unsere flachen Strukturen und natürlich die hohe Qualität unserer Mitarbeiter.


medianet: Sie setzen ja nicht nur auf Österreich, sondern auch auf andere Märkte. Wie kommt die Auswahl zustande?
Arnold: Unser Standort in Berlin war für den deutschsprachigen Raum ein logischer Schritt – wenn auch ob der Größe des Landes und des Marktes ein, sagen wir, respektbehafteter.

Madrid und Mailand waren aus meiner Sicht die konsequenten nächsten Schritte: Zum einen sind es große Märkte, große Volkswirtschaften mit einer hohen Affinität der österreichischen Kunden zu diesen Märkten – teilweise sind sie dort auch schon oder gehen gerade hin. Und da wir ein europäischer Makler sein wollen, ist es nur die Frage, wann wir es wo probieren und weniger, ob wir es probieren.


medianet:
Es lässt sich also gar nicht so sehr an der Attraktivität der Objekte festmachen?
Arnold: Die Attraktivität der Objekte haben Sie ja in allen Märkten – oder anders gesagt: Es gibt selten einen Markt, in dem Sie keine attraktiven Objekte finden. Es ist immer nur die Frage, ob Sie in diesen Markt investieren wollen, oder nicht. Unser zentraler Leitgedanke ist, wenn Sie so wollen, wo können wir für unsere Kunden attraktive Möglichkeiten bieten? Daher jetzt auch die Niederlassungen in Madrid und Mailand.

medianet:
Diese Angebote sind für Ihre österreichische Klientel gedacht?
Arnold: Die sind für die Klientel der Gruppe. Die Kunden sind so international geworden, dass sich selbst bei einer Verknappung der ‚Ware' ein einziger Markt ja gar nicht mehr ausgeht.

medianet: Das heißt, Ihre Kunden und Objekte sind in allen Ländern?
Arnold: Nein, es sind viele Kunden in vielen Ländern. Und es überschneidet sich das Interesse bei Nachbarmärkten. Soll heißen, wer etwa in Spanien investiert hat, der hat auch schon Italien überlegt.

medianet: Zurück zu Ihren Expansionsprojekten. Warum gerade Madrid?
Arnold: Weil’s die Hauptstadt ist, wir sind immer gern in den Hauptstädten. Weil die Immobilienpreise in Madrid auf einem internationalen Niveau angekommen sind, die Ware vorhanden ist. Madrid hat einen Zuzug von 1.000 bis 2.000 Menschen pro Tag, ist die am schnellsten wachsende Stadt in Europa.

medianet: Warum dann in Italien Mailand und nicht Rom?
Arnold: Ganz einfach: Mailand ist die ökonomische Hauptstadt Italiens.

medianet: Welche Immobilien stehen in den neuen Dependancen im Fokus?
Arnold: Von der Wohnimmobilie bis zur Gewerbeimmobile, Zinshäuser, Fachmärkte. Es muss ein Investment sein, das Sie international anbieten können. Wir wollen jetzt nicht dem lokalen Makler Konkurrenz machen.

medianet: Was sind Ihre Pläne beziehungsweise Ziele für 2020?
Arnold: Wir wollen natürlich den Gruppenumsatz wieder nach oben schrauben, wollen ein internationaler europäischer Makler sein. Es liegt jetzt daran, zu zeigen, dass wir ‚das Lokale' können und international eine echte Konkurrenz sind. Das sind unsere Ziele. Und wir haben zwei neue Büros in Planung, eines kann ich auch schon nennen: Lissabon.

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