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Ein eigenes Heim ist der Liebling der Österreicher © Panthermedia.net/Ronalds Stikans
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Reinhard Krémer 15.06.2018

Ein eigenes Heim ist der Liebling der Österreicher

Die eigenen vier Wände sind die interessanteste Anlageform, ein eigenes Haus der Wunschtraum. Seiten 62 und 68

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Die Österreicher haben ihre strukturkonservative Einstellung erneut bewiesen: Das Stimmungsbarometer 2018 der GfK Austria liefert Informationen über das aktuelle Interesse der Österreicher an verschiedenen Spar- und Anlageformen – und es zeigt, dass an der Spitze des Rankings die Eigentumswohnung oder das eigene Haus stehen.

Mit 45% Zustimmung wurde nicht nur erneut die Spitze der Charts erklommen, sonder sogar ein neuer Höchstwert erreicht.

Grund und Boden holt Silber

Der Abstand zum Grundstücksbesitz, seit zwei Jahren solide auf Rang 2, wächst aktuell auf neun Prozentpunkte – auch das ist ein Rekordwert.

Nach einem erneuten Rückgang im Jahr 2017 konnte der Bausparvertrag vorübergehend wieder zulegen und erobert mit 34% Zustimmung den dritten Rang zurück.
An vierter Stelle, mit 26% Nennungen, liegt bereits das Online-Sparkonto. Vor allem für die Generation der Unter-30-Jährigen stellt dieses zunehmend eine moderne Alternative zum klassischen Sparbuch dar, welches erneut nur einen Wert von 20% erzielt.

Fonds wieder im Fokus

Investmentfonds konnten im Jahr 2017 deutlich an Interessenten gewinnen: Lagen sie 2016 und in den Jahren zuvor nur um die 15 oder 16%, hatten sie 2017 einen Wert von 24% erreicht.

Aktuell betrachten 25% der Österreicherinnen und Österreicher die Fonds als interessante Anlageform – der langfristig positive Trend setzt sich also somit fort.
Noch im November/Dezember 2017 erlebten Bitcoins ein absolutes Rekordhoch und wurden zeitweise zu Kursen knapp unter 20.000 USD pro Stück gehandelt.
Doch so schnell wie dieses Hoch gekommen war, so schnell ist auch der Zuspruch im bisherigen Jahr 2018 wieder deutlich abgekühlt. Bei den österreichischen Sparern zumindest haben die digitalen Währungen keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: Trotz der (subjektiven) Allgegenwärtigkeit des Themas in der jüngeren Vergangenheit bewerten lediglich fünf Prozent der Befragten die Kryptowährungen als interessante Spar- und Anlageform.

Kryptowährungen beobachten

„Der extreme Hype Ende 2017 hat mit Sicherheit das Bewusstsein der österreichischen Sparer in dieser Hinsicht geschärft – auf den Zug aufspringen möchten aber – derzeit – doch nur die wenigsten”, sagt GfK Austria- Finanzmarktforscherin Ursula Swoboda. Mit Sicherheit wird es aber weiterhin interessant sein, die Entwicklung der Kryptowährungen im Allgemeinen und auch deren Akzeptanz in der ­Bevölkerung weiter zu beobachten.

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