FINANCENET
„Erwarten eine Vervielfachung”
03.04.2015

„Erwarten eine Vervielfachung”

Teilzahlung Marktführer Santander Bank profitiert durch Cross-Selling von Produkten

Geht es nach Santander, soll man Strom-Nachzahlungen auf Raten zahlen können.

Wien. „Das Teilzahlungsgeschäft als Umsatzgarant für den Handel wird noch um ein Vielfaches steigen”, dies erwartet Markus Gerstberger, Vertriebsdirektor des Österreich-Ablegers der spanischen Santander Bank. Schon die Entwicklung von 2011 auf 2014 weise stark nach oben: Im Vorjahr wurden rund 135.000 Teilzahlungs-Verträge um in Summe 147 Mio. Euro abgeschlossen.

Der Löwenanteil wird derzeit im Bereich Elektronik finanziert, am beliebtesten sei der Kauf auf Raten bei Flachbildfernsehern, Tablets oder Smartphones.

Es schämt sich keiner mehr

„Heute ist Kaufen in Tranchen salonfähig geworden, analog der Entwicklung beim Kfz-Leasing”, so Gerstberger, der mit einer Falsch-Annahme aufräumt: Ratenkäufer sind nicht generell „strukturschwächer”, Teilzahler finde man in allen Alters-, Berufs- und Einkommensgruppen. Am häufigsten stottern 26- bis 40-Jährige Produkte auf Raten ab, gefolgt von den 41- bis 55-Jährigen (34%). 28% der Teilzahler verdienen monatlich weniger als 1.300 Euro netto, 21% mehr als 2.000 Euro. Im Schnitt würden Beträge von 1.100 Euro bei einer Laufzeit von 22 Monaten finanziert. Die Standardfinanzierung liege bei 7,68% Effektivzinsen, 80% würden aber händlergestützt zum Nulltarif gewährt werden. Man arbeite in Österreich mit 1.380 Händlern zusammen und finanziert Kaufbeträge ab 150 Euro bei einer Laufzeit von 6 bis 60 Monaten. 90% des Volumens werden über den Elektro- und Möbelhandel abgewickelt. Baumärkte spielen ebenfalls eine Rolle. Man wolle sich aber breiter aufstellen: Angepeilt werden Energieversorger, denkbar seien auch Schönheits-OP- und Zahn-Finanzierungen. Für den Handel gibt es demnächst einen „Information Day”.(lk)

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