Es geht wieder voran
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Mixed Feelings Die Erholung setzt sich in fast allen westlichen ­Industriestaaten fort, nur in den USA enttäuschten die Arbeitsmarktdaten. In Österreich entstehen neue Jobs in der Industrie.
FINANCENET Redaktion 21.05.2021

Es geht wieder voran

Während der Job-Motor in Österreich brummt, stottert er in den USA. In China läuft die Wirtschaft auf Hochtouren, die Rohstoffpreise ziehen an.

Gastbeitrag ••• Von Monika Rosen

Europa

Die Konjunktur der Eurozone ist im 1. Quartal um 0,6% geschrumpft. Belastet wurde die Wirtschaft durch die anhaltenden Lockdowns und den schleppenden Impf-Fortschritt. Damit sollte im zweiten Quartal aber Schluss sein.

USA

In den USA zeigt sich konjunkturell gesehen ein uneinheitliches Bild: Während die Arbeitsmarktdaten massiv enttäuscht haben, lag die Inflation im April deutlich über den Erwartungen (s. Unter der Lupe).

Japan

Japan hat den Notstand in einigen Präfekturen, darunter Tokio, bis Ende Mai verlängert. Damit sind die Chancen für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung bis Jahresende gesunken.

China ▲

Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal um 18,3% (!)gewachsen. Das ist die stärkste Dynamik seit Beginn der Aufzeichnungen 1992. Im April sind die Exporte um 32,3% im Jahresvergleich nach oben geschossen.

Indien

Der massive Ausbruch an neuen Infektionen in Indien belastet die Konjunktur schwer. Im abgelaufenen Fiskaljahr (März 2021) ist die Wirtschaft wahrscheinlich um acht Prozent geschrumpft, der stärkste Rückgang seit den 50er- Jahren. Zwar erwartet man für das laufende Fiskaljahr immer noch elf Prozent Wachstum, viele Experten senken ihre Prognosen aber bereits.

Lateinamerika ▲

Die Entwicklung in Lateinamerika ist sehr heterogen: Während Brasilien schwer unter Druck steht, profitiert Chile von den Preisanstiegen bei Kupfer. In Mexiko wirkt sich die Konjunkturerholung der USA positiv aus.

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