FINANCENET
Flotter in den USA und Europa © Bankhaus Spängler

Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler.

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Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler.

06.11.2015

Flotter in den USA und Europa

Die Mühen der Ebene scheinen bald zu verblassen – das Salzburger Bankhaus Spängler ortet mehr Dampf in der Konjunkturentwicklung Europas und der USA.

SALZBURG. Gehts jetzt endlich wieder ordentlich aufwärts mit der Konjunktur? Ja, sagt man beim Salzburger Bankhaus Spängler: Die Experten der Privatbank zeigen sich optimistisch und verweisen auf den gestiegenen Konsum sowie steigende Exporte als tragende Säule des europäischen Aufschwungs.

Auch die BIP-Prognosen für die USA wurden nach oben revidiert, und die Arbeitslosenquote geht in Richtung Vollbeschäftigung. Aber kein Licht ohne Schatten: Die Wachstumsabschwächung in China und den Schwellenländern verstärkt die Sorge um den Zustand der Weltwirtschaft.

Fundamental schauts gut aus

Im Detail weisen die Fundamentaldaten darauf hin, dass die Weltkonjunktur trotz zahlreicher Probleme auf einem stabilen Wachstumspfad bleiben sollte, meint Spängler-Experte Markus Dürnberger. Der konjunkturelle Aufwärtstrend in Europa setzt sich fort; die Stützen des Aufschwungs bleiben weiterhin ein robuster privater Konsum sowie steigende Exporte; Letztere profitieren von einem dauerhaft schwachen Euro.

Die Wirtschaft der Eurozone könnte zudem schon bald einen neuen geldpolitischen Impuls erhalten: „Eine anhaltend niedrige Kerninflationsrate bei gleichzeitig sinkenden Inflationserwartungen erhöhen den Handlungsdruck auf die EZB”, so Dürnberger.

Mehr BIP, weniger Arbeitslose

Die BIP-Prognosen für die USA wurden nach oben revidiert. So liegt die neue Schätzung des BIP-Wachstums für 2015 bei 2,5 Prozent, zuvor hatte man nur 2,3 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote signalisiert mit 5,1 Prozent Vollbeschäftigung.

Dennoch vertröstete die US- Notenbank die Finanzmärkte im Hinblick auf eine erste Zinsanhebung. Neben den Marktturbulenzen in den Schwellenländern und den niedriger als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten dürften zuletzt vor allem die enttäuschenden Zahlen der neugeschaffenen Stellen in der US-Wirtschaft dafür verantwortlich sein.
Noch im Nebel liegt, wie es in China weitergehen wird - was bei Investmentexperten zu allerlei Kopfschmerzen führt. Das Reich der Mitte sendet nämlich aktuell gemischte Signale aus. „Zuletzt enttäuschten Zahlen zur Indus­trieproduktion beziehungsweise zu den Ex- und Importen. Mit Skepsis wird insbesondere den chinesischen Wirtschaftsstatistiken begegnet. Notenbank und Regierung versuchen, die Konjunktur mit allen Mitteln anzukurbeln”, erläutert der Spängler-Experte. Am Zinssektor gibt es in beiden Kontinenten gemischte Signale: „Während eine Zinserhöhung in den USA durch die Fed immer weiter hinausgezögert wird, denkt die EZB über eine Erhöhung ihres Anleihekaufprogramms nach”, so Markus Dürnberger, Bereichsleiter im Bankhaus Spängler. (red)

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