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Gewinnsprung © David Sailer

Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI: „Der Wirtschaftsaufschwung in unseren Märkten verleiht uns Rückenwind.”

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Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI: „Der Wirtschaftsaufschwung in unseren Märkten verleiht uns Rückenwind.”

Redaktion 12.11.2021

Gewinnsprung

Bei der Raiffeisen Bank International (RBI) explodierte der Gewinn in den ersten neun Monaten 2021 um 76%.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Nach dem pandemiebedingten Einbruch der Wirtschaft im Vorjahr steht das laufende Geschäftsjahr bei der Raiffeisen Bank International im Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung.

Das Konzernergebnis legte gegenüber der Vergleichsperiode um 76% auf 1,055 Mrd. € deutlich zu. Durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens konnte der durch Leitzinssenkungen und Währungsabwertungen belastete Zinsüberschuss weitgehend stabilisiert werden.
Die zuletzt gestiegenen Marktzinssätze in zahlreichen Ländern des Konzerns führten bereits zu einem Anstieg des Zinsüberschusses im Quartalsvergleich. Der Provisionsüberschuss erreichte mit einem Plus von 16% im Vergleich zur Vorjahresperiode wieder das Niveau von vor der Pandemie.

Geringere Risikovorsorge

Zum Anstieg des Konzernergebnisses trugen darüber hinaus deutlich geringere Risikovorsorgen bei, die mit 152 Mio. € um 345 Mio. € unter der Vorjahresperiode lagen. „Wir sind mit dem Verlauf der ersten neun Monate sehr zufrieden. Wir haben unser Konzernergebnis gegenüber der Vorjahresperiode erheblich verbessert und den Kauf der tschechischen Equa bank erfolgreich abgeschlossen. Der Wirtschaftsaufschwung in unseren Märkten verleiht uns Rückenwind, sodass wir optimistisch auf den Rest des Jahres und das Geschäftsjahr 2022 blicken”, sagte Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International.

Kennzahlen zeigen nordwärts

Die Betriebserträge stiegen im Jahresvergleich um 2,3% auf 4,096 Mio. €. Dabei reduzierte sich der Zinsüberschuss um 31 Mio. € auf 2,445 Mio. €, hervorgerufen durch ein niedriges Zins­umfeld in zahlreichen Märkten des Konzerns sowie Währungsabwertungen.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich dagegen trotz Währungsabwertungen in Osteuropa um 198 Mio. € auf 1,470 Mrd. €, vorrangig aufgrund gestiegener Transaktionen im Zahlungsverkehr und Fremdwährungsgeschäft in der Berichtsperiode nach Covid-19-bedingten Einschränkungen im Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg im Quartalsvergleich um zwölf Prozent auf 443 Mio. € an.

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