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Heuer wird mehr auf die Finanzen geschaut © Panthermedia.net/Lev Dolgachov
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Reinhard Krémer 12.01.2018

Heuer wird mehr auf die Finanzen geschaut

Die Vorsätze der Österreicher 2018 in puncto Geld sind umfassend – Sparen bleibt auch heuer „in”.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Die Erste Bank hat den Österreichern auf den Zahn gefühlt, welche Vorsätze sie heuer in puncto Finanzen gefasst haben. Dazu hat Integral 518 Österreicher mittels Online-Umfrage befragt. Unterm Strich hat fast jeder Österreicher (97%) für das neue Jahr Vorsätze in ­Sachen Finanzen gefasst.

Auf’s Geld schauen

Es zeigt sich: Finanzen sind den Landsleuten nicht egal – drei Viertel der Österreicher wollen trotz automatischer Durchführung den Steuerausgleich selbst erledigen, zwei Drittel mehr Geld sparen.

6 von 10 wollen generell weniger ausgeben, und die Hälfte will das eigene Konto nicht mehr überziehen. Jeweils 4 von 10 Österreichern wollen den Kontostand beziehungsweise die -auszüge öfter durchsehen sowie sich einen besseren Überblick über die Ein- und Ausgaben verschaffen. Nur jeder vierte Bürger will seine Anlagestrategie überprüfen und sich über seine private Vorsorge Gedanken machen.
Für die Finanzwirtschaft stehen die Aussichten gut, denn jeder Sechste möchte sich intensiver mit Finanzmärkten und -produkten beschäftigen. 16% wollen mehr Geld spenden, neun Prozent möchten im kommenden Jahr einen Kredit aufnehmen.

Sparen bleibt wichtig

Befragt man die Österreicher nach der zukünftigen Nutzung von Spar- und Anlageformen im kommenden Jahr, steht mehr Sparen im Vordergrund: Jeweils 17% der Befragten geben an, Sparbuch oder -karte mehr ­nutzen zu wollen.

Aber auch Wertpapieren (Aktien, Fonds, Anleihen) wird im kommenden Jahr mehr Bedeutung beigemessen, 13% wollen diese Anlageform verstärkt nutzen.

Niedrigzinsenfalle umgehen

„Die niedrigen Zinsen mindern die Kaufkraft unserer Kunden, und unsere Aufgabe ist es, das zu verhindern. Um sein angespartes Kapital zu erhalten und Vermögen weiter aufzubauen, ist es wichtig, das Ersparte auf unterschiedliche Anlageklassen aufzuteilen. Wertpapiere sollte man jedenfalls dabei haben”, sagt Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank.

Online-Banking im Vormarsch

Zwölf Prozent wollen das ersparte Geld vermehrt zuhause oder im Tresor lagern. Die Anlage in Gold oder andere Edelmetalle rückt im neuen Jahr für zehn Prozent verstärkt in den Fokus.

Im neuen Jahr wollen 75% vermehrt Online-Banking und 59% Selbstbedienungsbereiche nutzen. Jeder zweite Österreicher nimmt sich für 2018 allerdings vor, öfter in die Filiale zu kommen und Beratungen durch den Bankberater (41%) in Anspruch nehmen zu wollen.

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