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Kanzleien unter Druck © Panthermedia.net/Arne Trautmann

89% der Befragten beziehen Infos zur Krise von Ministerien/Wirtschaftskammer, 67% von Gesetzestexten/Erlässen.

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89% der Befragten beziehen Infos zur Krise von Ministerien/Wirtschaftskammer, 67% von Gesetzestexten/Erlässen.

Redaktion 29.05.2020

Kanzleien unter Druck

Eine Umfrage zeigt: Der Großteil der österreichischen Anwaltskanzleien spürt die Auswirkungen der Covid-19-Krise.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Auch die heimischen Anwaltskanzleien spüren den Druck der Krise, wie eine aktuelle Umfrage von LexisNexis zeigt.

Mehr als 50% der Kanzleien spüren die Auswirkungen der Covid-19-Epidemie intensiv bzw. sehr intensiv. Fast die Hälfte (46%) hat die Herausforderung, eine stabile technische Infrastruktur im Homeoffice zu gewährleisten. Auch sehen 33% der Befragten es als Herausforderung, die Produktivität und Motivation der Mitarbeiter aus dem Homeoffice heraus aufrechtzuerhalten.

Digital ist jetzt gefragt

Hier sind digitale Führungs­fähigkeiten gefragt, die vielleicht in der Anwaltsbranche noch nicht etabliert sind.

Fast 40% sehen einen Anstieg an Anfragen; dem gegenüber spürt allerdings ein Drittel (32%) einen Einbruch der Nachfrage. Zu Liquiditätsengpässen kommt es immerhin bei fast einem Fünftel der Befragten (19%). Die Einführung von Kurzarbeitszeit haben 33% veranlasst. Und nur vier Prozent mussten betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. 40% sehen sich bei der Auswahl von neuen digitalen Produkten gefordert; 57% sind an Legal Tech-Produkten interessiert, allen voran an der digitalen Akte und vor allem Cybersecurity.

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