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Mehr Kohle in USA © OMV

EY-Top-300-Studie: Die OMV kommt auf Platz 101 bei den umsatzstärksten Unternehmen Europas.

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EY-Top-300-Studie: Die OMV kommt auf Platz 101 bei den umsatzstärksten Unternehmen Europas.

reinhard krémer 19.05.2017

Mehr Kohle in USA

US-Konzerne sind 30% profitabler als europäische; Volkswagen ist umsatzstärkstes Unternehmen Europas.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Die europäischen Top-Konzerne mussten 2016 die US-amerikanische Konkurrenz weiter davonziehen lassen: Während die 300 umsatzstärksten US-Konzerne ihren Gesamtumsatz um 1,2% steigerten, verzeichneten die größten europäischen Unternehmen einen Umsatzrückgang von 1,6%. Das zeigt eine Studie der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Auch bei der Profitabilität bauen die US-Unternehmen ihren Vorsprung aus: Die durchschnittliche Marge der US-Unternehmen stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 12,7%.

Die europäischen Unternehmen kommen im Schnitt nur auf eine Marge von 9,8% – eine Steigerung um 0,2 Prozentpunkte. Damit wirtschafteten die US-Unternehmen im vergangenen Jahr fast ein Drittel profitabler als die europäische Konkurrenz.

USA klar voran

Insgesamt erwirtschafteten die Top-Unternehmen Europas einen Umsatz von 6,7 Bio. € bei einem operativen Gewinn von 576 Mrd. €, die US-Konzerne kamen auf umgerechnet 8,4 Bio. € Umsatz bei 970 Mrd. € Gewinn – sie setzten also 25% mehr um und lagen beim Gewinn sogar 68% über der europäischen Konkurrenz.

Gewinnstärkstes Unternehmen Europas war der Schweizer Pharmakonzern Roche, ganz knapp gefolgt von Daimler; den dritten Rang belegt Nestlé. Bei den umsatzstärksten Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks liegt weiterhin der Handelsriese Wal-Mart klar auf der Spitzenposition; dahinter folgen Berkshire Hathaway und mit Volkswagen der umsatzstärkste europäische Vertreter auf den Plätzen zwei und drei.

Österreicher mit dabei

Unter den Top-300-Unternehmen Europas finden sich, gemessen am Umsatz, mit OMV (Platz 101), voestalpine (167) und Andritz (280) auch drei Vertreter aus Österreich.

Im laufenden Jahr könnte sich das Blatt zugunsten der europäischen Unternehmen wenden, so Gerhard Schwartz von EY Österreich: „Der niedrige Eurokurs wird den Unternehmen im Euroraum in diesem Jahr einen Wachstumsschub geben – das sehen wir schon bei den Unternehmen, die ihre Zahlen für das erste Quartal vorgelegt haben.”

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