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„… Mexico will pay for it!” © AFP

Coface: Eine Nafta-Neuverhandlung könnte zum Totalschaden für die mexikanische Autoindustrie werden.

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Coface: Eine Nafta-Neuverhandlung könnte zum Totalschaden für die mexikanische Autoindustrie werden.

Reinhard Krémer 16.03.2018

„… Mexico will pay for it!”

Möglicherweise bezahlt die mexikanische Autoindustrie bitter für die Trump’schen Nafta-Pläne. Coface ortet Gefahr.

••• Von Reinhard Krémer

WIEN. Die Autobranche spielt in der mexikanischen Wirtschaft eine wichtige Rolle und ist von dem Streit um die amerikanische Freihandelszone Nafta besonders betroffen.

Von 1993 bis 2015 ist der Anteil an den insgesamt produzierten Gütern von 8,5 auf 18% und am BIP von 1,5 auf 3% gestiegen. Die 28 Fabriken sorgen direkt und indirekt für 1,7 Mio. Arbeitsplätze. Zwar haben die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump bis jetzt die Branche nicht beschädigt. Die Risiken sind mit den Nafta-Nachverhandlungen und dem Wahlkalender in Mexiko aber gestiegen, so der internationale Kreditversicherer Coface.

Risiko durch Hausgemachtes

Die USA fordern für die zollfreie Einfuhr auch die Erhöhung der US-Komponenten eines Autos. Diese Regelung würde die mexikanischen Hersteller stark treffen, da derzeit 60% der in Mexiko produzierten Fahrzeuge in die USA exportiert werden.

Das Branchenrisiko in Mexiko steigt aber auch durch nationale Faktoren, so Coface: Ende 2017 stieg die Inflationsrate auf 6,8%, seit Dezember 2015 kletterte der Referenzzinssatz um 450 Basispunkte und stand im Februar 2018 bei 7,5%. Kriminalität und Korruption nehmen weiter zu.

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