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Prämienrekord bei ÖBV © Foto Wilke

ÖBV-Vorstandsvorsitzender Josef Trawöger: Solvency II erfolgreich umgesetzt.

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ÖBV-Vorstandsvorsitzender Josef Trawöger: Solvency II erfolgreich umgesetzt.

Redaktion 10.06.2016

Prämienrekord bei ÖBV

Gesamtverzinsung mit drei Prozent p.a. weiterhin auf hohem Niveau – Neuausrichtung der IT und Umsetzung der neuen Strategie.

WIEN. Trotz des schwierigen Markt­umfelds hat die Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV) erneut einen Prämienrekord erzielt. Mit einem Beitragsvolumen von insgesamt 198,8 Mio. € (+ 3,4%) hat sich die ÖBV – wie auch schon in den Jahren zuvor – deutlich besser als der Branchendurchschnitt entwickelt, meldet das Unternehmen.

Beide Versicherungssparten der ÖBV – Lebens- und Unfallversicherung – zeigen eine sehr positive Entwicklung: Die verrechneten Prämien in der Lebensversicherung stiegen im Jahr 2015 um 3,4% auf 177,7 Mio. €. Die Neuproduktion im Bereich der Kapitalversicherung konnte stark gesteigert werden, die Risikoversicherungen stagnierten auf mittlerem Niveau. Auch in der Unfallversicherung konnte die Steigerung der verrechneten Prämien weiter fortgesetzt werden: sie stiegen im Jahr 2015 um 3,1% auf 21,1 Mio. €. „Die Gewinnbeteiligung in der klassischen Lebensversicherung konnte trotz der nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsphase auf hohem Niveau gehalten werden. Die Gesamtverzinsung beträgt derzeit drei Prozent, womit wir uns weiterhin im oberen Bereich der Branche befinden”, erklärt ÖBV-CEO Josef Trawöger.

Zinsrückstellungen verschärft

Trotz des guten Prämienergebnisses ist das versicherungstechnische Ergebnis rückläufig: „Das ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen”, sagt Werner Summer, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter: „Einerseits haben die umfangreichen Investitionen in eine neue IT-Landschaft das Ergebnis beeinflusst, andererseits führte die Verwendung eines niedrigeren Rechnungszinses zu höheren Personalrückstellungen. Zudem veranlasste das niedrigere Zinsniveau die Aufsichtsbehörde dazu, die Bestimmungen betreffend der Bildung der Zinszusatzrückstellung zu verschärfen, was unmittelbar Einfluss auf das versicherungstechnische Ergebnis hatte.” Im Zuge des laufenden Strategieprozesses wurde mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen begonnen. Die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie wird die ÖBV auch 2016 intensiv beschäftigen.

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