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Santander Consumer Bank ist starker Partner in Corona-Krise © Helga Mayer

Olaf Peter Poenisch.

© Helga Mayer

Olaf Peter Poenisch.

Redaktion 10.07.2020

Santander Consumer Bank ist starker Partner in Corona-Krise

Das Finanzinstitut erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Gewinn von 17 Millionen Euro. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis und die Eigenkapitalquote wurden weiter verbessert.

WIEN. Die Santander Consumer Bank hat die bisherige Phase der Corona-Krise gut gemeistert – aufbauend auf dem starken Ergebnis 2019. 17 Millionen Euro (HJ 2019: 28 Mio. Euro) hat das Finanzinstitut im ersten Halbjahr erwirtschaftet. Dies spiegelt den Covid-19-bedingten Rückgang des Neugeschäfts wider. Die Neuvergabe von Krediten ging um 12,6 Prozent auf 830 Millionen Euro zurück (HJ 2019: 950 Mio. Euro). Das ist unter anderem auf die Schließung des stationären Einzel- und Kfz-Handels während des bundesweiten Lockdowns zurückzuführen. Denn zum Kerngeschäft gehören neben Barkrediten auch Teilzahlungen, Leasing und Kfz-Kredite, die über Handelskooperationen abgewickelt werden. Österreichweit arbeitet die Santander Consumer Bank mit 1.042 Einzelhandels- und 1.617 Kfz-Partnern zusammen.

Gesundes Geschäftsmodell
Der Kreditbestand ist auf 2,495 Milliarden Euro angewachsen (HJ 2019: 2,388 Mrd. Euro), das ist ein Plus von 4,6 Prozent. Ähnlich das Bild im Spargeschäft: Die verwalteten Einlagen sind um 6,6 Prozent auf 1,636 Milliarden Euro angestiegen (HJ 2019: 1,534 Mrd. Euro). Sowohl die Eigenkapitalquote als auch das Kosten-Ertrags-Verhältnis wurden weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 18,0 Prozent (HJ 2019: 17,6%), das Kosten-Ertrags-Verhältnis bei 36,6% (HJ 2019: 38,1%).
„Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, dass wir mit unserem Geschäftsmodell auch in einer herausfordernden Ausnahmesituation ein stabiler Partner der Wirtschaft sind. Durch unsere Spezialisierung sind wir zudem sehr effizient aufgestellt”, sagt CEO Olaf Peter Poenisch. Auch die Diversifizierung der Kundenkanäle bringt Vorteile: Neben einer schlanken Filialstruktur, eigenen Online-Channels und einem starken Partnernetzwerk im Kfz- und Einzelhandel, kooperiert die Bank mit großen Online-Plattformen.

Erfolgreiches Krisenmanagement
Vom 16. März an haben nahezu hundert Prozent der Belegschaft remote von zu Hause aus gearbeitet. „Wir haben schnell reagiert, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen“, sagt Poenisch. Auch die Filialen wurden zum Schutz der Mitarbeiter für den persönlichen Kundenverkehr bis Anfang Mai geschlossen. Kreditanfragen und Beratungsgespräche wurden virtuell bzw. telefonisch via Santander GO abgewickelt. „Ich bin stolz darauf, wie professionell das gesamte Santander-Team in Österreich mit der
Krisensituation umgegangen ist. Unsere Kollegen haben in dieser Zeit Großartiges geleistet“, so Poenisch. Bei der Santander Consumer Bank ist es weder zu Kurzarbeit noch zu Corona-bedingten Kündigungen gekommen.

Unbürokratische Stundungen
Kunden, deren wirtschaftliche Situation sich aufgrund von Covid-19 verschlechtert hat, wird nach wie vor unbürokratisch mit Stundungen ihrer Kreditraten geholfen. Der Antrag via Website dauert nur wenige Minuten. „Wir haben das gesetzliche Moratorium sehr rasch umgesetzt. Bei Bedarf sind wir auch mit individuellen Lösungen auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen. So ist beispielsweise Arbeitslosigkeit bei vielen bereits durch ihre Kreditrestschuldversicherung abgedeckt. Es freut mich, dass wir auf diese Weise Menschen, die unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten sind, unbürokratisch helfen konnten“, sagt Poenisch. Im ersten Halbjahr 2020 hat die Santander Consumer Bank in Österreich insgesamt 11.000 Finanzierungen aufgrund von Covid-19 gestundet.

Kostenlose Unterstützung für Handelspartner
Auch ihre Handelspartner lässt die Santander Consumer Bank nicht im Stich. Kfz-Händlern wurden beispielsweise Zahlungen in der Lagerfinanzierung gestundet, um die Liquidität der
Händler zu stärken. Im Einzelhandel stellte die Bank ihren Partnern Null-Prozent-Teilzahlungen zur Verfügung. Österreichische Händler konnten damit selbst in der Krise den
Umsatz in ihren Webshops pushen – und nach der Wiedereröffnung auch die Verkäufe im stationären Handel. Dieses Service war für Händler sowie deren Kunden
komplett kostenlos.

Starkes Fundament
„Wir wären nicht so gut durch die Krise gekommen, wenn wir nicht in den vergangenen Jahren unsere Hausaufgaben gemacht hätten. Insbesondere 2019, zu unserem zehnjährigen Jubiläum, haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, sagt Poenisch. 2019 hat die Bank im Gesamtjahr einen Nachsteuergewinn von 51 Millionen Euro verzeichnet. Das
entspricht einem Plus von 18,6 Prozent (2018: 43 Millionen Euro). Der Kreditbestand ist im selben Zeitraum auf 2,470 Milliarden Euro angewachsen (2018: 2,318 Mrd. Euro). (red)

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