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Start-ups sind Boys Clubs © PantherMedia/pressmaster

Am höchsten ist der Frauenanteil in den Gründerteams in den Sektoren AgTech (17%) und Mobility (14%).

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Am höchsten ist der Frauenanteil in den Gründerteams in den Sektoren AgTech (17%) und Mobility (14%).

Redaktion 30.09.2022

Start-ups sind Boys Clubs

Female Start-up Funding: Mehr als neun von zehn in Österreich investierten Euros gehen an männliche Gründungsteams.

WIEN. Trotz des stark eingetrübten Marktumfelds aufgrund von steigenden Zinsen, wirtschaftlichen Unsicherheiten, Inflation und einer drohenden Rezession erhielten österreichische Start-ups im ersten Halbjahr 2022 mehr frisches Kapital als je zuvor.

Mit insgesamt 881 Mio. € wurde das Volumen des Vorjahreszeitraums um 67% überschritten. Das in heimische Start-ups investierte Rekordvolumen an Risikokapital kommt aber nach wie vor fast ausschließlich rein männlich zusammengesetzten Gründungsteams zugute.

Kein Geld für Frauen

Bei 63 von 75 Finanzierungsrunden im ersten Halbjahr 2022 bestanden die Gründungsteams nur aus Männern – das entspricht 84%. Bei zwölf Finanzierungsrunden bestanden die Founding Teams aus männlichen und weiblichen Gründern (16%). Für ein rein weiblich besetztes Führungsteam gab es im ersten Halbjahr 2022 kein Kapital, zeigt der Female Funding Index 1/2022 von Female Founders und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

„Der Venture-Capital-Markt ist nach wie vor überwiegend ein ‚Boys Club'. Mehr als neun von zehn investierten Euros gingen 2022 an rein männlich besetzte Gründungsteams”, sagt Florian Haas von EY Österreich. (rk)

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