HEALTH ECONOMY
320 Millionen für Meduni © Lunghammer

Die Spitzen der Meduni Graz und der BIG präsentierten den 320 Mio. €-Ausbau.

© Lunghammer

Die Spitzen der Meduni Graz und der BIG präsentierten den 320 Mio. €-Ausbau.

23.10.2015

320 Millionen für Meduni

Der neue Medizin Campus in Graz nimmt erste Formen an; im Herbst 2017 soll das erste von zwei Modulen bezogen werden.

••• Von Ina Karin Schriebl

GRAZ. Direkt neben dem LKH-Uniklinikum entsteht in Graz derzeit der neue Campus der Medizinischen Universität. Das von der Meduni lange geforderte Bauprojekt soll die klinischen Institute mit den bisher auf die Stadt verteilten, nichtklinischen Instituten zusammenführen. Das erste von insgesamt zwei Modulen hat nun die Dachgleiche erreicht und soll im Herbst 2017 bezogen werden.

Der neue Medizin-Campus entsteht auf einer Gesamtfläche von rund 4,3 Hektar und wird rund 80.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche aufweisen. Bauherr und Eigentümer des vom Grazer Architektenbüros Riegler-Riewe Architekten geplanten Großkomplexes ist die Bundesimmobiliengesellschaft. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Errichtung werde rund 320 Mio. € betragen, schilderte BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss bei einem ersten Presserundgang.
In die Errichtung des ersten Moduls werden rund 180 Mio. € investiert, sagte Weiss. Der erste Bauabschnitt besteht aus sechs seriell angeordneten, sechs Stockwerke umfassenden Baukörpern. In ihnen sollen ab dem Herbst 2017 die Instituts-, Lehr- und Forschungsflächen der vorklinischen Institute, die zurzeit noch am Gelände der Karl-Franzens-Uni Graz untergebracht sind, untergebracht werden.
Während beim ersten Bauabschnitt der Innenausbau und die Fassade fertiggestellt werden, befindet sich das zweite Modul noch in Vorbereitung. Die definitive Finanzierungszusicherung vonseiten des Bundes steht noch aus, sagte der Onkologe Helmut Samonigg, Programmleiter des Medizin Campus. „Das zweite Modul soll ebenfalls rund 40.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche umfassen und durch eine Brücke über die Stiftingtalstraße mit Modul 1 verbunden werden.”
Nach Fertigstellung beider Abschnitte sollen in insgesamt fünf Hörsälen zugleich 1.200 Studierende den Vorlesungen folgen können und Büros und Labors für 840 Meduni-Mitarbeiter bereitstehen. Die Meduni Graz hat derzeit rund 4.100 Studierende der Human-, Zahnmedizin sowie der Gesundheits- und Pflegewissenschaft.

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