••• Von Katrin Grabner
WIEN. Insgesamt 52,8 Mrd. € wurden 2023 von öffentlicher und privater Seite für Gesundheit ausgegeben. Das sind 2,5 Mrd. € oder 4,9% mehr als 2022, und das, obwohl die pandemiebedingten Ausgaben deutlich zurückgingen – laut Statistik Austria ein überdurchschnittlicher Anstieg. Aber: Der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung blieb mit 11,2% stabil, Österreich liegt damit weiterhin im internationalen Spitzenfeld.
Steigende Kosten belasten
Ursachen für den Anstieg der Ausgaben sind laut Statistik Austria höhere Aufwendungen für Personal, Energie- und Betriebskosten sowie höhere Honorare. Die öffentliche Hand kam für 76,7% der laufenden Gesundheitsausgaben auf, 23,3% stemmten private Haushalte, freiwillige Krankenversicherungen, private Organisationen ohne Erwerbszweck sowie Unternehmen. Einen wachsenden Anteil der Gesundheitskosten macht die Langzeitpflege aus; 2023 stiegen die Ausgaben dafür von 6,76 Mrd. auf 7,35 Mrd. €. Rückläufig waren einzig die Präventionsausgaben, was in erster Linie mit einem starken Ausgabenrückgang im Bereich der Covid-Testungen (rund 1,4 Mrd. €) zusammenhing.