HEALTH ECONOMY
China-Importe: EU besorgt © APA/AFP/Kenzo Tribouillard

In der Corona-Pandemie wurde die Abhängigkeit von Lieferungen aus Asien und vor allem aus China spürbar.

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In der Corona-Pandemie wurde die Abhängigkeit von Lieferungen aus Asien und vor allem aus China spürbar.

Redaktion 14.05.2021

China-Importe: EU besorgt

Die EU überarbeitet ihre Industriestrategie, um die China-Abhängigkeit zu reduzieren. Zuletzt wurde diese bei Medizinprodukten sichtbar.

WIEN / BRÜSSEL / PEKING. Die EU will die Abhängigkeit von China und anderen Märkten in Übersee in strategisch wichtigen Industriebereichen reduzieren. Die EU-Kommission legte dazu eine überarbeitete Strategie vor. Allerdings soll es zunächst ausführliche Analysen in sechs Bereichen geben – Rohstoffe, Halbleiter, Pharmawirkstoffe, Batterien, Wasserstoff und Cloud-Technologien. Hier haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder deutliche Abhängigkeiten von Asien und Nordamerika gezeigt, die sich in der Coronakrise als großes Problem erwiesen haben.



Pharma und Medizinprodukte

Zuletzt wurden auch massive Abhängigkeiten bei Medizinprodukten sichtbar. Nach der Detail­analyse werden konkrete Maßnahmen erwartet; dazu könnte gehören, Lieferketten durch zusätzliche Handelspartner abzusichern, größere Vorräte anzulegen oder mehr in Europa zu produzieren. Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs begrüßte die überarbeitete Strategie. „Innovationen der Branche und der Erhalt der lokalen, klimafreundlicheren Produktion werden maßgeblich dazu beitragen, Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten und die Ziele des europäischen Green Deal zu erreichen”, sagte Hubert Culik vom FCIO. (red/ag)

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