HEALTH ECONOMY
Debatte ums Geld © Novartis

Novartis hat mit dem Verkauf von Roche-Anteilen mehr als 18 Mrd. Euro verdient. Der Konzern will in Forschung investieren.

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Novartis hat mit dem Verkauf von Roche-Anteilen mehr als 18 Mrd. Euro verdient. Der Konzern will in Forschung investieren.

Redaktion 10.12.2021

Debatte ums Geld

Novartis machte mit dem Verkauf der Roche-Anteile Kasse. Aktionäre wollen Geld sehen, der Konzern will investieren.

••• Von Katrin Pfanner

BASEL / WIEN. Zahlreiche Novartis-Investoren fordern den Schweizer Pharmakonzern nach dem Verkauf eines milliardenschweren Roche-Aktienpakets zum Rückkauf eigener Aktien auf. Novartis und Roche haben wie berichtet nach zwei Jahrzehnten ihre ungewöhnliche Verflechtung aufgelöst. Roche kaufte dem Rivalen für 18,56 Mrd. € knapp ein Drittel der stimmberechtigten Roche-Inhaberaktien ab.

Starke Forschungspipeline

Novartis selbst will das Geld in erster Linie ins organische Wachstum stecken. Der Konzern werde weiterhin stark in Forschung und Entwicklung investieren, hieß es. An die zweite Stelle setzt Novartis das Dividendenwachstum, dann folgen ergänzende Akquisitionen und Aktienrückkäufe.

Der Schweizer Pharmariese traut sich dank der zuletzt auf den Markt gebrachten und noch in der Entwicklung steckenden Medikamente langfristig ein Wachstum zu. In der Entwicklungspipeline stecken dem Konzern zufolge bis zu 20 Therapien mit einem Umsatzpotenzial von einer Mrd. USD pro Jahr oder mehr und diese sollten das Wachstum über 2030 hinaus befeuern, erklärte Konzernchef Vasant Narasimhan.

Wachstum bis 2026

Der Arzneimittelhersteller aus Basel stellt bis 2026 weiterhin einen jährlichen Anstieg der Verkaufserlöse um vier Prozent in Aussicht. Umsatzrenner wie etwa das gegen Schuppenflechte eingesetzte Cosentyx, das Herzmedikament Entresto, die Gentherapie Zolgensma zur Behandlung von meist tödlich verlaufendem Muskelschwund (SMA) oder das Brustkrebsmittel Kisqali sollen die Umsatzlücke von geschätzt 8 Mrd. € durch günstigere Generika bis 2026 mehr als ausgleichen.

Im Geschäft mit den patentgeschützten Medikamenten soll die um Sonderfaktoren bereinigte Gewinnmarge im hohen 30%-Bereich gehalten werden. Die Generika-Sparte Sandoz hat Novartis jüngst auf den Prüfstand gestellt. Insgesamt stellt der Konzern seinen Aktionären hohe und weiter steigende Dividenden in Aussicht.

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