HEALTH ECONOMY
Diabetes nimmt rasant zu © APA/dpa/Frank Leonhardt

Experten rechnen damit, dass die Zahl der Diabetiker in Europa auf bis zu 67 Mio. bis 2045 steigen wird.

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Experten rechnen damit, dass die Zahl der Diabetiker in Europa auf bis zu 67 Mio. bis 2045 steigen wird.

Redaktion 16.11.2018

Diabetes nimmt rasant zu

Er ist zwar nicht ansteckend, aber es breitet sich trotzdem aus: In ­Europa ist die Zahl der Diabetes-Betroffenen seit 1998 um 40% gestiegen.

••• Von Karina Schriebl

WIEN. Am Mittwoch war Weltdiabetestag, der jedes Jahr auf die Gefahren dieser viel zu häufigen Erkrankung aufmerksam macht. Weltweit und österreichweit hat rund jeder elfte Mensch eine Diabeteserkrankung. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl europaweit um 40% gestiegen. Wie viele Menschen in Österreich „zuckerkrank” sind, weiß man nicht genau. Experten gehen von rund 700.000 aus. Diabetes stelle kein weltweites Problem, sondern einen globalen Notfall dar, erklärte Nebojsa M. Lalic von der International Diabetes Federation (IDB).

Einfache Prävention

Die IDB geht von 58 Mio. Diabetes-Fällen in Europa aus und befürchtet, dass diese Zahl bis 2045 auf 67 Mio. steigen wird. 90% der aktuellen Fälle sind nach Angaben von Alexandra Kautzky-Willer von der Meduni Wien und Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft dem Typ Diabetes mellitus Typ 2 zuzuordnen. 50 bis 70% davon wären vermeidbar. Die Prävention wäre nicht aufwendig: Sie besteht in gesunder Ernährung und Bewegung. Auch der Typ 1 Diabetes nimmt zu. Insgesamt sind geschätzte 1.600 österreichische Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren von der Autoimmunerkrankung betroffen.

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