HEALTH ECONOMY
Digitalisierung wird in der Medizin immer wichtiger © PantherMedia/SimpleFoto
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Redaktion 15.10.2021

Digitalisierung wird in der Medizin immer wichtiger

Beim Wiener Spitalsärzte-Kongress wurde klar, dass sich die Medizin auf digitale Umbrüche einstellen muss.

••• Von Katrin Pfanner

WIEN. „Die Digitalisierung im gesamten Gesundheitswesen ist eine große Herausforderung für die zukünftige Entwicklung der Gesundheit in Österreich”, sagte Gerald Gingold, Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, am Wochenende im Rahmen des „Wiener Spitalsärzt*innenkongress 2021” im Wiener MuseumsQuartier. Der Fokus: man wollte Lösungsansätze aus anderen Ländern kennenlernen und über das Thema Digitalisierung reden.

Veraltete Systeme

Es brauche in Wien vor allem raschest Lösungen für die teilweise veraltete IT-Infrastruktur in den Spitälern, lautet die Forderung von Gingold in Richtung Stadt Wien: „Die Pandemie hat unsere Spitäler und das Personal dort mehr als üblich gefordert, denn mehrere rezente Umfragen haben bestätigt, dass die Probleme, die bereits vor Corona da waren, sich in der Krise noch einmal verschlimmert haben.”

Der Kongress hat sich deshalb unter anderem dem Thema „Smart hospital” sowie weiteren alternativen Szenarien zum heutigen Krankenhaus gewidmet. Gingold wünscht sich einen positiven Zugang zu dem Thema und keine Furcht vor dem „Unbekannten”: „Wichtig ist jedenfalls, dass wir in Wien in puncto Digitalisierung nicht auf der Bremse stehen und im internationalen Vergleich zurückbleiben.” Die Digitalisierung werde auch im medizinischen Bereich immer stärker Einzug halten und man sei laut Gingold „gut beraten, diese positiv anzunehmen”.

Industrie für Vernetzung

Der Pharmabranchenverband Pharmig hat indes eine Studie präsentiert, bei der in fünf Ländern Europas untersucht worden ist, wie und mit welchem versorgungsrelevanten Nutzen dort Gesundheitsdaten für die pharmazeutische Forschung verfügbar gemacht werden. In Österreich würden die im medizinischen Alltag gewonnenen Daten kaum für die Arzneimittelforschung oder die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens genutzt. „Die Studie führt uns vor Augen, dass die Nutzung von Daten durch die forschende pharmazeutische Industrie signifikant zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beiträgt”, sagt Pharmig-General Alexander Herzog.

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