HEALTH ECONOMY
Doping-Kampf in Fitness-Centern © John Harris (2)

Vorreiter Das erste „Anti-Doping Güte­siegel” wurde an das John Harris Fitnesscenter Schillerplatz in Wien verliehen.

© John Harris (2)

Vorreiter Das erste „Anti-Doping Güte­siegel” wurde an das John Harris Fitnesscenter Schillerplatz in Wien verliehen.

Redaktion 02.02.2018

Doping-Kampf in Fitness-Centern

Ein neues Anti-Doping-Gütsiegel für Fitnesscenter soll verbotene Substanzen im Breitensport eindämmen.

WIEN. Im Vorjahr wurde in ­Österreich rund eine Tonne anabole Steroide und ähnliche Mittel aus dem Verkehr gezogen. „Wenn man annimmt, dass dies nur ein kleiner Teil war, landet der größte Teil im Breitensport”, machte NADA-Geschäftsführer Michael Cepic deutlich, warum am Montag das erste Anti-Doping Gütesiegel für Fitnesscenter vergeben wurde: an das John Harris Fitnesscenter Schillerplatz.

Wer schnell einen Trainingserfolg sehen möchte, gerät schon mal in Versuchung, zu verbotenen Substanzen zu greifen. „Das widerspricht den Regeln der Fairness, und man betrügt sich selbst”, betonte Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) bei der Verleihung und verwies auf gesundheitlichen Folgen. Daher will man mit Prävention und Information gegen Doping auch im Hobbybereich ankämpfen. Eine Initiative ist das Gütesiegel, das über die Fitnesscenter und deren Mitarbeiter die 750.000 Mitglieder erreichen möchte.

Schulung für Mitarbeiter

Die Nationale Anti Doping Agentur vergibt die Auszeichnung nach einer Reihe von Vorgaben. So müssen etwa alle Mitarbeiter einen Anti-Doping-Kurs absolvieren, und den Mitgliedern der Studios werden Vorträge und Informationsmaterialien angeboten. Das erste Ziel sei, möglichst viele der 1.000 heimischen Fitnesscenter mit dem Gütesiegel auszustatten. (iks)

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