HEALTH ECONOMY
Gelenke schützen © PantherMedia/belchonock

Am Samstag ist Welt-Rheuma-Tag: Experten sehen deutliche Verbesserungen in der Therapie.

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Am Samstag ist Welt-Rheuma-Tag: Experten sehen deutliche Verbesserungen in der Therapie.

Redaktion 11.10.2019

Gelenke schützen

Schwerpunkt Rücken – Teil 2 Zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober zeigen Experten neue Lösungen.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Bei Rheumatoider Arthritis haben sich in der jüngeren Vergangenheit die Outcomes der Betroffenen deutlich verbessert. „80% der Erkrankten können mit Unterstützung von Medikamenten ein normales Leben führen. Früher war die Rheumatoide Arthritis ein Rollstuhlgarant”, sagt Rheuma-Experte Daniel Aletaha von der Universitätsklinik für Innere Medizin III (Klinische Abteilung für Rheumatologie). Er hat zusammen mit Josef Smolen von der Meduni Wien in der aktuellen Ausgabe des Top-Journals Jama und passend zum Welt-Rheumatag am 12. Oktober den aktuellen Stand der Rheumato­iden Arthritis zusammengefasst.

Beigetragen zur Verbesserung haben einerseits innovative Techniken, um die Erkrankung zu messen, und andererseits neue Medikamente sowie ein verbessertes Management der Rheumatoiden Arthritis.
Nur noch 20% der Erkrankten sind „refraktär” und erleiden immer wieder, trotz therapeutischer Maßnahmen, schwere Schübe. Aletaha: „Vor 30 Jahren waren es noch 50%. So wie sich die HIV-Erkrankung durch neue Medikamente von einer todbringenden zu einer chronischen Erkrankung gewandelt hat, ist auch die Rheumatoide Arthritis durch neue Therapien eine Erkrankung geworden, die zwar chronisch bleibt, aber keinen dauerhaften Schaden mehr verursacht und praktisch kaum jemanden mehr in den Rollstuhl bringt.” Ziel bei der Rheumatoiden Arthritis ist es, binnen drei Monaten die Aktivität der Erkrankung um mehr als 50% zu verringern und binnen sechs Monaten einen Zustand ohne Gelenkschmerzen und -schwellung zu erreichen.

Chronische Erkrankung

Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die überwiegend Frauen betrifft und am häufigsten im Alter zwischen 40 und 70 Jahren diagnostiziert wird. Etwa ein halbes Prozent der Bevölkerung weltweit ist davon betroffen. Dabei kommt es zu Entzündungen in den Gelenken. Schwellungen und eine Funktionseinschränkung sind die Folge. Unbehandelt, führt das zu einer zunehmenden Zerstörung der Gelenke einschließlich des gelenknahen Knochens und zu Fehlstellungen, Verformungen und zunehmender permanenter Behinderung.

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