HEALTH ECONOMY
Generika für die Welt © tv.medianet.at

Teva/Ratiopharm-Manager Elgar Schnegg (r.) im medianetTV-Interview mit medianet-Herausgeber Chris Radda.

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Teva/Ratiopharm-Manager Elgar Schnegg (r.) im medianetTV-Interview mit medianet-Herausgeber Chris Radda.

Redaktion 20.08.2021

Generika für die Welt

Die Coronapandemie hat die Pharmabranche kräftig unter Druck gebracht, sagt Elgar Schnegg (Teva/Ratiopharm).

WIEN. „Zu glauben, die Pharmaindustrie hätte sich durch die Coronapandemie eine goldene Nase verdient, ist ein Vorurteil des Volksmunds”, sagt Elgar Schnegg, Geschäftsführer der Österreich-Niederlassung Ratiopharm Arzneimittel Vertriebs GmbH, des weltweit tätigen israelischen Pharmakonzerns Teva. Auch die österreichische Gesundheitsökonomie wurde vom Virus infiziert und laborierte an einer moderaten Absatzschwäche, sieht man von den wenigen Gewinnern, wie etwa den Impfstoffproduzenten oder immunsystemstärkenden Präparaten, ab.

Normalisierung greift

Chronische Krankheiten, symptomatische Beschwerden, anstehende Behandlungen und Eingriffe wurden verschoben und von der Pandemie überdeckt. Jetzt sei seit wenigen Wochen auch hier eine Normalisierung im Gesundheitssystem zu beobachten, erzählt Schnegg im healtheconomy-Fachtalk mit medianet-Herausgeber Chris Radda auf medianetTV.

Gerade die Pandemie habe aber auch die Diskussion um die Verfügbarkeit von günstigen Medikamenten mit hoher Wirksamkeit auf eine neue prioritäre Ebene gehoben. Tevas Erlösströme bestehen zu 50% aus dem Verkauf von generischen – patentfreien – Medikamenten, zu 30% aus innovativen, aus Forschung patentierten Arzneimitteln und zu 20% aus dem freien Verkauf nicht rezeptpflichtiger Arzneien (OTC).

In der EU fallen 70% aller verschriebenen Medikamente unter die Kategorie Generika, deren Preise bis zu 90% unter jenen der patent-abgelaufenen Originale liegen. Und der Generika-Markt wächst weltweit kräftig weiter, da immer mehr Gesundheitssysteme den Zugang zu Therapien für große Teile ihrer Bevölkerung öffnen wollen. Lag der weltweite Umsatz mit Generika 2015 bei rund 350 Mrd. USD so stieg er bis 2020 auf rund 500 Mrd. USD an. Schöne Wachstums­perspektiven für den Generika-Weltmarktführer Teva, der aber immer mehr auch auf innovative, eigene Forschung mit den Schwerpunkten Neurologie, Zentralnervensystem, Schmerz und Onkologie setzt.


Sehen Sie das ganze Interview unter: tv.medianet.at/video/healtheconomy-generica-medikamente-fur-die-welt

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