HEALTH ECONOMY
Gesunde Denkfabrik © aha/Elia Zilberberg

(v.l.) Otto Lesch, Maria Hofmarcher, Claus Raidl und Michael Kraus präsentierten neue Denkfabrik zu Gesundheitsthemen.

© aha/Elia Zilberberg

(v.l.) Otto Lesch, Maria Hofmarcher, Claus Raidl und Michael Kraus präsentierten neue Denkfabrik zu Gesundheitsthemen.

Redaktion 08.06.2018

Gesunde Denkfabrik

Nationalbank-Präsident Claus Raidl fungiert als Präsident eines neuen Think Tanks zum Gesundheitswesen.

WIEN. Mit der Austrian Health Academy (aha) hat sich eine nach eigener Definition „einzigartige Denkfabrik” vorgestellt, die nach neuen Wegen zu einer tragfähigen und zukunftsorientierten Gesundheitspolitik forscht. Als Präsident fungiert Nationalbank-Präsident Claus Raidl. Der Mitbegründer und Obmann von aha, der Immobilienunternehmer Michael Kraus, erläuterte, dass man in einer objektiven und neutralen Position das zahlreich vorhandene Wissen zusammenführen wolle; das Patienteninteresse müsse dabei im Vordergrund stehen.

Hilfe für Bevölkerung

Mit Studien, verschiedenen Veranstaltungen, Newslettern und über Soziale Medien will man sich an die Öffentlichkeit wenden. Ziel ist es, das Informationsniveau und die Transparenz zu steigern. Kraus ist durchaus optimistisch, dass aha dann auch von den Entscheidungsträgern gehört wird, wenn die Politik merkt, dass man den Rückenwind der Bevölkerung habe.

Die Denkfabrik strebt ein Jahresbudget von etwa zwei Mio. € an. Das Geld soll vor allem über Sponsoren und Förderer aufgebracht werden, die dafür auch ein Mitspracherecht bekommen. Schon in wenigen Wochen will man so weit finanziert sein, dass man Projekte in Angriff nehmen kann, erläuterte Kraus.
Raidl betonte, dass die Denkfabrik „völlig ungebunden” sei und damit die Chance habe, über Partikularinteressen hinaus zu rationalen Lösungen zu kommen, bei denen der Patient im Mittelpunkt steht. Dabei wolle man auf ein Gremium von ungebundenen Wissenschaftern zurückgreifen, die im wissenschaftlichen Beirat vertreten sind.

Konkrete Ideen

Inhaltlich sprach sich Raidl für eine bundeseinheitliche Spitalsplanung statt der derzeit neun Bundesländer-Regelungen aus. Die Ökonomin und Gesundheitsexpertin Maria Hofmarcher, stellvertretende aha-Obfrau, nannte vier weitere Schwerpunkte, denen man sich zunächst widmen wolle. Dabei gehe es erstens um einen rascheren Ausbau der Primärversorgung. Für chronisch Kranke will man zu einer besseren Versorgung beitragen. Drittens gehe es um eine Verantwortung und Finanzierung aus einer Hand. Und viertens will sich die Denkfabrik dem aktiven und gesunden Altern widmen.

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