HEALTH ECONOMY
Gesundes Zentrum © APA/Hans Klaus Techt

Wiens Standortanwalt Alexander Biach diskutierte mit Experten über Hürden und Potenziale der Gesundheitsmetropole.

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Wiens Standortanwalt Alexander Biach diskutierte mit Experten über Hürden und Potenziale der Gesundheitsmetropole.

Redaktion 29.01.2021

Gesundes Zentrum

Wien soll Gesundheitsmetropole werden. Bei der Wiener Innovationskonferenz wurde das e-Health-Potenzial gelobt.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. 236.000 Menschen in der Bundeshauptstadt arbeiten im Gesundheitssektor – von der Pharma-, über die Medizintechnikindustrie und Forschung bis zur Versorgung. Und wenn es nach der Wirtschaftskammer und der Stadt geht, soll der Bereich in den kommenden Jahren weiter wachsen, erklärte Standortanwalt Alexander Biach am Montag im Rahmen der 6. Wiener Innovationskonferenz. Denn der Bereich leistet auch einen Beitrag von fast 26,7 Mrd. € zum Wiener Bruttoregionalprodukt, das sind 28% am gesamten BRP.

Investitionen beim AKH Wien

Wichtig sei vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit, betonte Michaela Fritz, zuständige Vizerektorin der MedUni Wien, am Montag. Ein wichtiger Knotenpunkt sei dabei das AKH als Europas größte Klinik an einem Standort. Fritz kündigte insgesamt drei Investitionsprojekte am Geländes des AKH an. Neben dem bereits bekannten Translationalen Zentrum, in das wie berichtet 130 Mio. € investiert werden, sollen auch ein Technologietransferzentrum und ein Zentrum für Präzisionsmedizin entstehen. Durch die Corona-Pandemie habe zudem der Stellenwert der Forschung in der öffentlichen Wahrnehmunggewonnen, sagte sie. Die Mehrheit der Menschen wüsste nun etwa, dass klinische Forschung in drei Phasen ablaufe.

Potenzial für Wien erwarteten die Teilnehmer der Konferenz vor allem im Bereich Digitalisierung und e-Health sowie Künstlicher Intelligenz. 92 % der Teilnehmer erwarten auch, dass die Pandemie die Digitalisierung beschleunigt; das Problem dabei ist allerdings, dass bestehende Technologien bisher am Weg zur Anwendung gebremst worden sind, sagte Irene Fialka, CEO bei INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH. Der Grund waren zu viele Player und Hürden, waren sich die Experten einig.

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