HEALTH ECONOMY
Milliardendeal für J&J © APA/AFP/Mark Ralston

Zuletzt kam Johnson & Johnson durch den starken Dollar unter Druck. Jetzt will man kräftig zukaufen.

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Zuletzt kam Johnson & Johnson durch den starken Dollar unter Druck. Jetzt will man kräftig zukaufen.

Redaktion 04.11.2022

Milliardendeal für J&J

Johnson & Johnson will den Herzpumpenhersteller Abiomed für 16,6 Mrd. US-Dollar kaufen. Die Aktionäre sind wenig begeistert.

NEWS BRUNSWICK. Der amerikanische Gesundheitskonzern Johnson & Johnson will mit einem Milliardenzukauf sein Geschäft mit Medizintechnikgeschäft stärken. Das Unternehmen, zu dem der Pharmabereich Jansen gehört, wolle im Rahmen eines Übernahmeangebots alle ausstehenden Aktien des Herzpumpenherstellers Abiomed für umgerechnet 383,30 € je Anteilsschein in bar erwerben, teilte Johnson & Johnson am Dienstag in New Brunswick mit. Dies entspreche einem Unternehmenswert von 16,6 Mrd. USD.

Starker Gegenwind

Zusätzlich sollen Abiomed-Aktionäre bis zu 35 USD je Aktie in bar erhalten, wenn bestimmte finanzielle und klinische Meilensteine erreicht werden. Die Übernahme soll vor Ende des ersten Quartals 2023 abgeschlossen sein. Bedingung hierfür sei, dass Johnson & Johnson die Mehrheit der Abiomed-Papiere kaufen kann und die Behörden dem Deal zustimmen. Die Aktien von Abiomed legten vorbörslich um 50% zu, die von Johnson & Johnson gaben gut ein Prozent nach.

Der Gegenwind durch den starken US-Dollar hat den US-Konzern zuletzt gebremst (siehe Seite 73). So stiegen die Umsätze um 1,9 Prozent auf 23,8 Mrd. USD (24,4 Mrd. €), wie das Unternehmen in New Brunswick mitteilte. (ag/red)

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