HEALTH ECONOMY
Pflegerezepte © panthermedia.net/alexraths

An der FH Campus Wien wird derzeit eine Software entwickelt, um die 24-Stunden-Betreuung zu verbessern.

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An der FH Campus Wien wird derzeit eine Software entwickelt, um die 24-Stunden-Betreuung zu verbessern.

Redaktion 01.03.2019

Pflegerezepte

Die Suche nach einer Reform des Pflegewesens geht weiter. Jetzt wird eine Software zur Qualitätssicherung entwickelt.

WIEN. Daheim bestens unterstützt und betreut – neben familiärer Betreuung und mobiler Pflege stellt die 24-Stunden-Betreuung bei über 30.000 alten Menschen in Österreich eine wichtige Alternative dar. Dabei ist die Qualität der 24h-Betreuung für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine Herzensangelegenheit. Diese Qualität anzuheben, zu standardisieren und zu sichern, steht im Mittelpunkt des nun gestarteten, interdisziplinären Forschungsprojekts „24h QuAALity” der FH Campus Wien.

Ausbildung und Transparenz

Gemeinsam mit externen Projektpartnern und Experten aus den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege sowie Entwicklung und Verwertung arbeiten Forscher der FH Campus an einer plattformübergreifenden Client Server-Softwarelösung für Tablets und Smartphones zur Unterstützung der Betreuer und Angehörigen von betreuten Personen.

„Die Applikationssoftware wird in den Sprachen Slowakisch, Rumänisch, Ungarisch und Deutsch programmiert”, sagt Elisabeth Haslinger-Baumann, Projektverantwortliche aus dem Department Angewandte Pflegewissenschaft der FH Campus Wien, „und enthält beispielsweise ein Weiterbildungsportal.” In interaktiven E-Learning-Lessons und Kurzvideos vermittelt dieses Infos zu gängigen Krankheitsbildern und wiederkehrenden Betreuungssituationen. Franz Werner, Projektverantwortlicher aus dem Studiengang Health Assisting Engineering der FH Campus Wien, betont weitere Inhalte, um die Betreuungsqualität zu heben: „Eine umfassende elektronische Betreuungsdokumentation ist ebenso integriert wie ein Notfallsmanagement-Leitfaden für rasche und professionelle Reaktion in Notfallsituationen.”

AK bietet Expertise an

Der steirische Arbeiterkammerpräsident Josef Pesserl kündigte indes an, sich beim von der Regierung angekündigten Masterplan für die Pflege einbringen zu wollen. „Das ist eine Chance, die zur Entlastung aller Beteiligten und zu mehr Qualität in der Pflege führen kann.” Die Arbeiterkammer stehe mit ihrem Beratungs- und Serviceangebot mitten im Versorgungsdreieck zwischen Pflegebedürftigen, deren Angehörigen und der professionellen Pflege. (red)

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