HEALTH ECONOMY
Pollensaison startet © APA / Roland Schlager

Allergien belasten in Österreich rund eine Millionen Menschen; der Großteil davon leidet unter Pollen.

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Allergien belasten in Österreich rund eine Millionen Menschen; der Großteil davon leidet unter Pollen.

Redaktion 25.03.2022

Pollensaison startet

Die Allergiezeit ist da. Eine neue Webseite und App des Pollenwarndiensts sollen bei der Therapie unterstützen.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Aufgrund überdurchschnittlich milder Temperaturen im Jänner und Februar hat die Pollensaison schon begonnen. Für die richtige Behandlung soll eine Website sowie eine Pollen-Tagebuch-App Arzt und Patient bei der richtigen Diagnose unterstützen. „Nachdem 2021 eine eher milde Saison war, müssen wir heuer mit einer starken Pflanzenblüte rechnen”, sagte Uwe Berger, Leiter des Öster­reichischen Pollenwarndiensts.

Aktuelle Informationen

Zu den primären Allergieauslösern zählen derzeit Pollen von Erle, Hasel, Birke, Gräsern, Korbblütler, Ragweed und Beifuß. Der weit verbreitete Alleebaum folgt einem biologischem Muster – einer schwächeren Saison folgt eine starke.

Über die Website mit der dazugehörigen App des Pollenwarndiensts können Patienten etwa allergiebedingte Belastungen eintragen und den Arzt bei einer schnelleren Diagnose unterstützen. Über die Website www.pollenallergie.at lassen sich Informationen zum aktuellen Pollenflug und der damit verbundenen Belastung abrufen.
In Österreich sind etwa eine Mio. Menschen von diesen Allergieauslösern betroffen. „Durch die Pandemie wurden Therapien verzögert, zu spät oder gar nicht eingeleitet”, berichtete Erika Jensen-Jarolim, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immuno­logie (ÖGAI). Die Diagnose erfolgt durch die Befragung des Patienten, Screening- und Bluttests.

Therapieangebot

Eine Allergie-Therapie umfasst drei Bereiche: Allergie-Auslöser vermeiden, Symptome medikamentös lindern und die Behandlung mit einer Allergenspezifischen Immuntherapie (AIT). Bei dieser AIT oder auch Hyposensibilisierung genannt, wird über einen Zeitraum von rund drei Jahren ein krankmachendes Allergen in regelmäßigen Abständen verabreicht.

Ziel des Immunsystems ist es, eine Toleranz gegenüber den Allergenen zu entwickeln und eine allergische Reaktion einzustellen. Es gehe darum „den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben”, hieß es bei einem Mediengespräch der MedUni Wien mit der Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV).

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