HEALTH ECONOMY
Potenzmittel ohne Inhalt © Österreichische Apothekerkammer/APA-Fotoservice/Preiss

Ministerinnen Oberhauser und Mikl-Leitner warnen mit Apothekern vor Fälschungen.

© Österreichische Apothekerkammer/APA-Fotoservice/Preiss

Ministerinnen Oberhauser und Mikl-Leitner warnen mit Apothekern vor Fälschungen.

Ina Schriebl 26.06.2015

Potenzmittel ohne Inhalt

Arzneimittelversand Zunehmende Zahl an illegal produzierten und wirkungslosen Lifestyle-Produkten via Internet

Innenministerium beteiligte sich erneut an Interpol-Aktion „Pangea” gegen Medikamentenfälschungen.

Wien. Bereits zum achten Mal ist in den vergangenen Tagen die Interpol-Aktion „Pangea” weltweit über die Bühne gegangen. Dabei ging es den internationalen Fahndern darum, dass nationale Finanz- und Gesundheitsbehörden gemeinsam mit der Exekutive innerhalb einer Woche verstärkt auf Arzneimittelfälschungen in ihren Ländern kontrollieren. Auch Österreich hat sich neben 114 anderen Staaten wieder an der Aktion beteiligt, teilte des Innenministerium mit.

Dabei wurden auch im Postverteilerzentrum Wien-Inzersdorf 2.000 Briefe und Pakete in Bezug auf zollpflichtige und verbotene Waren untersucht; Ergebnis: 1.500 Dosen illegal hergestellter Potenzmittel wurden sichergestellt.
Arzneimittelfälschungen stellen weltweit ein immer größeres Problem dar. Während in den Entwicklungsländern lebensrettende Medikamente, zum Beispiel Antibiotika, als Fälschungen eine akute Gesundheitsgefahr darstellen können, geht es in den Industriestaaten vor allem um dubiose Lifestyle-Mittel. Der größte Teil der in illegalen Labors entwickelten oder hergestellten Fälschungen stammt aus Indien und dem Fernen Osten, zum Beispiel aus China.

220 Fälschungen gefunden

Im Rahmen der aktuellen Operation Pangea konnte die österreichische Polizei insgesamt über 220 Lifestyle-Produkte und Potenzmittel sicherstellen. Bei dem ersten Test wurde festgestellt, dass sie keinen oder einen nur sehr geringen Wirkstoffgehalt aufwiesen. Fast alle via Internet angebotenen derartigen Produkte stammen aus illegalen Quellen; der Konsument ist dabei der Betrogene.

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