HEALTH ECONOMY
Takeda baut aus © Takeda

Takeda baut nach der Übernahme der Shire-Standorte in Orth an der Donau nun die Produktion weiter aus.

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Takeda baut nach der Übernahme der Shire-Standorte in Orth an der Donau nun die Produktion weiter aus.

Redaktion 18.10.2019

Takeda baut aus

Der Biotech-Riese Takeda stärkt den Standort in Österreich mit einer modernen Arzneimittelproduktionslinie.

••• Von Katrin Pfanner

WIEN/ORTH. Der japanische Pharmakonzern Takeda startet in Niederösterreich eine Biologika-Produktion und stellt dafür 60 neue Mitarbeiter ein. „Mit großer Freude geben wir bekannt, dass Takeda in Orth an der Donau ausbaut und neue Mitarbeiter sucht”, erklärte der Manager der Produktionsstätte, Marian Bendik.

Lange Geschichte

Orth an der Donau hat seit vielen Jahren eine lange Geschichte in der pharmazeutischen Produktion. Takeda ist nach eigenen Angaben einer der größten Pharmaarbeitgeber Österreichs. Die heimischen Produktionsstätten befinden sich in Wien, Linz und eben in Orth an der Donau. Insgesamt über 4.000 Beschäftigte arbeiten bei Takeda Österreich, das zuletzt den Biotech-Riesen Shire mit Standorten in Österreich übernommen hat.

Orth ist bereits bekannt für die Entwicklung von Medikamenten im Bereich Gentherapie, die auch in kleineren Mengen für Klinische Studien im Medikamentenzulassungsprozess produziert wurden. Bei der Produktion des rekombinanten Blutgerinnungsfaktors IX geht es nun um deutlich größere Produktionsmengen, da dieses Produkt bereits als Arzneimittel zugelassen ist. Dieses Biologikum wird zur Therapie von Hämophilie B (Bluterkrankheit) eingesetzt, bei der es zu verzögerter oder keiner Blutgerinnung kommt.
Bereits im August hatte Pfizer verkündet, 50 Mio. € in sein Produktionswerk on Orth zu investieren – sehr zur Freude des Branchenverbandes Pharmig. „Diese Investments pharmazeutischer Unternehmen in den Ausbau ihrer Standorte sind keine Selbstverständlichkeit”, betont Pharmig-Generalsekretär Alexander Herzog. „Gerade die Niederlassungen von Konzernen stehen auch innerhalb ihres Konzerns unter Wettbewerbsdruck.”

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