HEALTH ECONOMY
Trotz Fusionen: Bis 2025 steigt das Kassenminus © APA/Herbert Neubauer
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Redaktion 28.05.2021

Trotz Fusionen: Bis 2025 steigt das Kassenminus

Die kumulierten Verluste der Krankenversicherungen steigen in den nächsten Jahren auf 2,67 Mrd. Euro an.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Eigentlich hätte die Sozialversicherungsreform der türkis-blauen Regierung das System effizienter und kostengünstiger machen sollen. Doch nun dürfte das eintreten, was Kritiker schon vor der Corona-Pandemie befürchtet hatten: Die Verluste steigen auch in den kommenden Jahren.

Im Vorjahr startete die Reform operativ nach der Fusion von Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) sowie der SVA der gewerblichen Wirtschaft mit jener der Bauern zur Sozialversicherung der Selbstständigen und von Eisenbahner- mit Beamtenkasse zur VA öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB). Die drei Krankenversicherungsträger erwarten für heuer einen Verlust von 318,5 Mio. €. Das geht aus der jüngsten Prognoserechnung der Sozialversicherungen hervor. Im Dachverband geht man davon aus, dass Versicherte viele Leistungen, die im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie nicht in Anspruch genommen wurden, heuer nachgeholt werden. Doch auch in den Folgejahren steigen die Verluste – in Summe drohen Abgänge bis 2025 von mehr als 2,67 Mrd. €, so die Langfrist-Prognose. Für das vergangene Jahr weist die vorläufige Bilanz der drei Krankenversicherungsträger einen Verlust von 60,6 Mio. € aus (ÖGK knapp –44 Mio., Beamte und Eisenbahner BVAEB –41,1 Mio., Selbstständige und Bauern SVS + 24,4 Mio. €). „Trotz der Pandemie steigen die Beiträge um 2,2 Prozent auf 16,9 Mrd. Euro; die Versicherungsleistungen erhöhten sich leicht um 1,7 Prozent auf 19,4 Mrd. Euro”, sagte der Vorsitzende der Konferenz der SV-Träger, Peter Lehner.

Auch AUVA im Minus

Die Unfallversicherung, die im ASVG-Bereich von den Dienstgebern als pauschalierte Haftpflicht bezahlt wird, soll das Jahr 2020 mit einem Bilanzverlust von knapp 0,6 Mio. € abschließen. Während die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) einen Verlust von 45,5 Mio. € erlitt, kamen die Unfallversicherungen der Selbstständigen sowie der Beamten und Eisenbahner zusammen auf ein Plus von fast 45 Mio. €.

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