HEALTH ECONOMY
Weniger Strahlung © Canon Medical

Neue Computertomografen setzen heute auch Künstliche Intelligenz (KI) zur Unterstützung von Radiologen ein.

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Neue Computertomografen setzen heute auch Künstliche Intelligenz (KI) zur Unterstützung von Radiologen ein.

Redaktion 25.01.2019

Weniger Strahlung

Computertomografie bringt heute geringere Belastungen und neue Einsatzmöglichkeiten etwa in der Früherkennung.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Seit über 40 Jahren wird Computertomografie (CT) in der klinischen Diagnostik genützt. Wurden gute Bilder noch vor einigen Jahren um den Preis einer hohen Strahlenbelastung für den Patienten erkauft, lässt sich diese heute durch ein perfektes Zusammenspiel von Mensch und Technik um bis zu 90% reduzieren, berichteten nun Experten bei einer Veranstaltung der Canon Medical Systems GmbH.

Künstliche Intelligenz hilft

Durch ultrahochauflösende CTs können heute krankhafte Veränderungen früher als je zuvor erkannt und in der Folge sofort behandelt werden. Und auch die Künstliche Intelligenz hat bereits in die Computertomografie Einzug gehalten. Sie hilft nicht nur, die Bildqualität zu erhöhen, sondern erleichtert dem Radiologen auch das Befunden. Die Patienten kommen so schneller zu ihrer Diagnose.

„Um als Patient optimal therapiert werden zu können, ist eine schnelle, zuverlässige und möglichst risikoarme Diagnose Voraussetzung”, stellte Brigitte Ettl, Präsidentin der Plattform Patientensicherheit und Ärztliche Direktorin am Krankenhaus Hietzing, fest. Dreh- und Angelpunkt bei der Strahlenbelastung ist das optimale Zusammenspiel von Mensch und Technik. „Die Aufgabe ist es, eine Computertomografie so zu organisieren, dass möglichst wenig Strahlenexposition entsteht und das erzeugte Bild trotzdem alle Fragen beantwortet, die für eine fundierte Diagnose notwendig sind”, erläuterte Erich Sorantin von der Klinischen Abteilung für Kinderradiologie der Meduni Graz.
Und das geht mit neuen Geräten auch über die Zeit: Schlaganfälle wurden früher am MRT abgeklärt. Gemäß dem Schlagwort „Time is brain” dauert die Untersuchung mittels Volumen-CT heute nur noch 60 Sek.; bei einem potenziellen Herzinfarkt sind es 1,2 Sekunden.

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