HEALTH ECONOMY
Wenn der Darm denkt © PantherMedia/Sebastian Kaulitzk

Forscherinnen der Uni Graz stellen in einer neuen Studie den Einfluss von Probiotika auf die Gehirnleistung fest.

© PantherMedia/Sebastian Kaulitzk

Forscherinnen der Uni Graz stellen in einer neuen Studie den Einfluss von Probiotika auf die Gehirnleistung fest.

Redaktion 25.05.2018

Wenn der Darm denkt

Eine Studie der Grazer Uni zeigt: Mikroorganismen im Darm ­können das Erinnerungsvermögen positiv beeinflussen.

GRAZ. Das sogenannte Bauchgefühl wird oft rationalen Überlegungen vorgezogen. Dass die Mikroorganismen im Darm das Erinnerungsvermögen sowie emotionale Entscheidungsprozesse positiv beeinflussen können, zeigen Forscherinnen der Karl-Franzens-Universität Graz nun in einer aktuellen Publikation im Online-Journal „Gut Microbes”. Die Forschungen sind Teil der BioTechMed-Graz-Dachmarke, unter der die Uni Graz, die Medizinische Universität Graz und die TU Graz gemeinsam Forschung für Gesundheit betreiben.

Neuroscan zeigt Ergebnisse

In der Studie kamen lebende Mikroorganismen, sogenannte Probiotika, zum Einsatz, denen gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. „Tatsächlich konnten wir feststellen, dass jene Teilnehmer, die die Probiotika über vier Wochen genommen hatten, besser bei Erinnerungstests abschnitten und gleichzeitig sicherer in ihren Entscheidungsfindungen waren”, schildert die Erstautorin Deepika Bagga, Biophysikerin am Institut für Psychologie der Uni Graz. Studienleiterin Veronika Schöpf, Professorin für Neuroimaging, ergänzt: „In den Scans war zu sehen, dass bei den Probiotika-Teilnehmern in den Tests andere Gehirnregionen verstärkt aktiviert wurden.” (iks)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL