INDUSTRIAL TECHNOLOGY
1zu1 investiert sechs Millionen Euro © Adolf Bereuter

Die beiden Geschäftsführer Hannes Hämmerle (l.) und Wolfgang Humml.

© Adolf Bereuter

Die beiden Geschäftsführer Hannes Hämmerle (l.) und Wolfgang Humml.

Redaktion 10.01.2019

1zu1 investiert sechs Millionen Euro

Erweiterung der Büro- und Produktionsfläche um 2.500 m2 bedeutet 30 neue Arbeitsplätze.

DORNBIRN. Das Hightech-Unternehmen 1zu1 erweitert seine Büro- und Produktionsfläche in Rhomberg‘s Fabrik in um knapp die Hälfte auf 8.500 m2. In den kommenden zwei Jahren entstehen bis zu 30 neue Arbeitsplätze. Auch der Maschinenpark in den Bereichen 3D-Druck, Spritzguss und Rapid Tooling wird erweitert. In Summe investiert das Unternehmen sechs Mio. € in den Standort, die Arbeiten haben bereits begonnen.

„Wir rüsten uns für den Boom in der additiven Fertigung“, beschreibt 1zu1-Geschäftsführer Hannes Hämmerle den Grund für die Erweiterung. Immer öfter werden moderne Fertigungsmethoden wie 3D-Druck oder Lasersintern für die Kleinserien- und Serienproduktion eingesetzt. Die Nachfrage wächst derzeit jährlich im zweistelligen Prozentbereich.

Am bestehenden Standort in Rhomberg’s Fabrik schafft 1zu1 in den kommenden zwei Jahren in zwei Etappen zusätzliche Büro- und Produktionsflächen. In einer kleineren Halle entstehen auf zwei Stockwerken 500, in der – bisher vermieteten – größeren auf drei Stockwerken 2.000 m2 zusätzliche Fläche. Die Abbrucharbeiten in den an das Kulturzentrum Spielboden angrenzenden Bereichen haben schon begonnen.

Chance für technikinteressierte Quereinsteiger
Die zusätzlichen Räume bieten Platz für 30 neue Arbeitsplätze. Zusätzlich übersiedeln die zehn bisher in der Haldengasse im Bedrucken, Prägen und im Spritzguss tätigen Mitarbeiter in Rhomberg’s Fabrik. „Wir bieten interessierten Quereinsteigern, die einen handwerklichen Beruf erlernt haben, genauso wie Facharbeitern aus der Kunststoff- und Metallbranche die Chance, sich im Hightech-Umfeld zu entfalten“, schildert Hämmerle. Karrierechancen gibt es auch im Produktmanagement und im Vertrieb. Auch bei der Lehrlingsausbildung engagiert sich 1zu1 stark. Im kommenden Jahr werden neun Lehrstellen vergeben.

Die Investitionssumme von sechs Mio. € fließt je zur Hälfte in die räumliche Erweiterung und in neue Maschinen. Neben 3D-Druckern der neuesten Generation werden auch Spritzgussmaschinen angekauft, die Teile mit sehr kleinen Volumina herstellen, etwa bis zur Größe eines Daumennagels. Im Bereich Zerspanungstechnik sind Investitionen in die Automatisierung sowie in die CNC-Programmierung geplant.

Gearbeitet wird bei 1zu1 in einigen Bereichen im Zweischicht-Betrieb, die Maschinen laufen teilweise rund um die Uhr. „Wir bekennen uns zum Standort Dornbirn mit seiner hervorragenden Infrastruktur.“ Der Wunsch von Hannes Hämmerle an die Politik: „Bessere Busverbindungen auch zu den Randzeiten wären für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig.“

Hinter den Kulissen
Die 1zu1 Prototypen GmbH & Co KG produziert Prototypen, Kleinserien- und Serienteile. Für die Fertigung setzt 1zu1 die wichtigsten 3D-Druck-Verfahren wie Lasersintern, Stereolithografie und Fused Deposition Modeling ein. Zusätzlich kommen Vakuumguss und Metallguss zum Einsatz. Im Spritzguss fertigt das Unternehmen Kunststoffteile mittels Aluminium-Werkzeugen – bei Bedarf auch im eigenen Reinraum. Die Werkzeuge stellt der Geschäftsbereich Tooling inhouse her. 2017 hat 1zu1 das Portfolio um eine Vielzahl von Oberflächen- und Bedruckungstechniken ergänzt.

Gegründet wurde das Unternehmen 1996 von Wolfgang Humml und Hannes Hämmerle, die bis heute Gesellschafter und Geschäftsführer sind. Inzwischen erwirtschaften rund 180 Mitarbeiter einen Umsatz von etwa 19 Mio. €. Zu den Kunden zählen internationale Konzerne wie Daimler, MTU Aero Engines, Playmobil oder Roche Diagnostics.

Das Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem German Brand Award (2018), als bestes Familienunternehmen Vorarlbergs (2016), mit dem Preis der Hans-Huber-Stiftung für die Förderung des Berufsnachwuchses (2014), als Gewinner beim KMU-Wettbewerb „Säulen der Wirtschaft“ (2011) sowie für seine hervorragende Lehrlingsausbildung. (pj)

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