INDUSTRIAL TECHNOLOGY
3M feiert fünf Jahre Innovation in Villach © Stadt Villach, Oskar Höher

v.r.n.l BM G. Albel, F. Thun-Hohenstein (Business-Direktor, 3M), J. Milde (Produktionsleiter 3M), LH-Stellvertreterin Beate Prettner, J. Banovetz (Generaldirektor 3M D-A-CH-Region), Vzbgm. Petra Oberrauner, W. Flaschberger (R&D Leiter 3M), KR B. Plasounig

© Stadt Villach, Oskar Höher

v.r.n.l BM G. Albel, F. Thun-Hohenstein (Business-Direktor, 3M), J. Milde (Produktionsleiter 3M), LH-Stellvertreterin Beate Prettner, J. Banovetz (Generaldirektor 3M D-A-CH-Region), Vzbgm. Petra Oberrauner, W. Flaschberger (R&D Leiter 3M), KR B. Plasounig

Paul Christian Jezek 29.09.2016

3M feiert fünf Jahre Innovation in Villach

Investitionen, die sich lohnen.

VILLACH. Der Multitechnologiekonzern 3M übernahm vor fünf Jahren einen führenden Anbieter von Präzisions-Schleiftechnologie in Europa: die Winterthur Technology Group mit Produktionsstätten in sieben Ländern, darunter das Werk in Villach. Seitdem wurden in den Kärntner Standort fast 15 Mio. € investiert. Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen trugen wesentlich zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung des Werks sowie zur Aufwertung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Villach bei.

Vor 140 Jahren wurde die Rappold Schleifmittel Industrie in Österreich gegründet, aus der sich im Lauf der Jahrzehnte die international agierende Winterthur Technology Group (WTG) mit Sitz in der Schweiz entwickelte. Felix Thun-Hohenstein, Globaler Business-Direktor bei 3M für den Bereich Präzisions-Schleifmittel: „Als 3M vor fünf Jahren die Partnerschaft mit WTG einging, verband sich ein innovationsgetriebener, weltweit tätiger Konzern mit der Erfahrung, dem Wissen und der starken Kundenverankerung eines traditionsreichen europäischen Unternehmens.“

Der erfolgreiche Zusammenschluss und die daraus resultierende erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung des 3M Produktions- und Forschungsstandorts Villach wurden nun mit 355 Mitarbeitern sowie diversen Gästen gebührend gefeiert. Anwesend waren z.B. die Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, der Villacher Bürgermeister Günther Albel sowie John Banovetz, Generaldirektor der 3M D-A-CH-Region.

Schleif- und Poliersysteme aus einer Hand
3M bietet eine große Auswahl an Schleifmaschinen, Schleifmitteln und Zubehörprodukten für die präzise und effiziente Oberflächenbearbeitung. Als Systemanbieter liefert der Geschäftsbereich Precision Grinding & Finishing Präzisionsschleifmaschinen, Diamant- und CBN-Schleifwerkzeuge sowie Abrichtgeräte und Abrichtwerkzeuge für die unterschiedlichsten Kundenanforderungen.

Die in Villach hergestellte Produktpalette umfasst Trennscheiben und keramische Schleifscheiben im kleinen und mittleren Durchmesserbereich für den weltweiten Einsatz in der Automobil-, Turbinen-, Lager-, Bau- und Stahlindustrie. Zu den „Innovationshighlights“ der letzten Jahre zählt zweifellos das Präzisionsschleifmittel 3M Cubitron II, dessen einzigartige Technologie für eine zuverlässig konstante Oberflächengüte sorgt und neue Maßstäbe in der Zahnradfertigung, in der Automobil- und Windkraftindustrie, aber auch in der Nocken- und Kurbelwellenfertigung setzt.

Investitionen verdoppelt
Um die zukünftigen Kapazitäts- und Qualitätsanforderungen sicherstellen zu können, investiert 3M am Standort Villach seit der Übernahme Summen in zweistelliger Millionenhöhe, wobei allein die geplante Jahresinvestition für 2016 rund 5 Mio. € ausmachen dürfte.

Der Maschinenpark wurde mit einer hochmodernen Rundtischpresse sowie der ersten vollautomatischen Kontroll- und Sortieranlage für Schruppschleifscheiben aufgerüstet. Seit wenigen Monaten ist das erste autonome Flurtransportfahrzeug im Einsatz, um den Warenfluss von der Verpackung bis zur Verladung zu optimieren. Die Versandabteilung wurde ebenfalls neu gestaltet, wobei vor allem auf ergonomische Erfordernisse und Lean-Ansätze sowie gesunde und abwechslungsreiche Arbeitsplätze für die Produktionsmitarbeiter großer Wert gelegt wurde.

Auch optisch hat sich in den letzten Jahren einiges getan: Beschädigte Dachbereiche, Gebäudeteile und Fensterfassaden wurden saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht; moderne Isolierungen sorgen nun für eine erhebliche Reduktion des jährlichen Energiebedarfs, insbesondere für die Erzeugung von Klimakälte; die Lkw-Einfahrt wurde neu ausgerichtet, um den öffentlichen Straßenverkehr zu entlasten. Und nicht zuletzt durften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standorts Villach im Rahmen einer Abstimmung über die neue Fassadengestaltung mitentscheiden.

Eine unterirdische Rückhaltungs- und Reinigungseinrichtung stellt sicher, dass durch Regenfälle keine Chemikalien oder Dieselöle in den Wasserkreislauf gelangen. Ebenso wurde die bestehende Abwasserreinigungsanlage ausgetauscht bzw. vergrößert, um Abwässer von Produktionsrückständen zu reinigen, bevor sie dem Abwassernetz zugeführt werden. Mit dem Einbau einer neuen Nachverbrennungsanlage konnte die Wärmerückgewinnung bei der thermischen Nachverbrennung signifikant verbessert und rund 4,4 Mio. Kilowattstunden Energie pro Jahr eingespart werden. Dieses Projekt ist im Jahr 2013 im Rahmen des Programms „klimaaktiv energieeffiziente betriebe“ ausgezeichnet worden. (pj)

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