INDUSTRIAL TECHNOLOGY
ABB pusht 5G und Elektromobilität &opy; ABB

Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation, mit Ericsson-CEO

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Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik und Fertigungsautomation, mit Ericsson-CEO

Redaktion 23.01.2020

ABB pusht 5G und Elektromobilität

Kooperationen mit Ericsson, Swisscom und Porsche.

DAVOS. Während des World Economic Forum (WEF) 2020 konnten sich Führungspersönlichkeiten aus aller Welt vom Potenzial latenzfreier Kommunikation überzeugen, die dank der 5G-Technologie möglich wird. Im Kongresszentrum in Davos zeichnete ein kollaborativer YuMi-Roboter von ABB eine Nachricht in Sand, die von einem zweiten YuMi-Roboter in 1,5 km Entfernung zeitgleich nachgebildet wurde.

Ermöglicht wird dieser simultane Vorgang durch das 5G-Netzwerk von Swisscom, das mit Technologie von Ericsson ausgestattet ist. Das Ereignis wird in Echtzeit auf Bildschirmen an beiden Standorten übertragen. Im Rahmen ihrer langjährigen Technologiepartnerschaft haben ABB und Ericsson die Basistechnologien entwickelt, die für die Vernetzung von Anlagen über das 5G-Mobilfunknetz erforderlich sind.

Die 5G-Technologie erleichtert die Vernetzung von Robotern mit der Cloud und Fabrikautomationssystemen. Sie ermöglicht einen schnelleren Zugang zu mehr Daten und verbessert Entscheidungsprozesse. Dies steigert die Effizienz und Zuverlässigkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Indem man traditionelle Netze durch 5G-Mobilfunknetze ersetzt, kann die Flexibilität in der Fertigung deutlich erhöht werden.

Ein großer Vorteil der 5G-Technologie besteht darin, dass in industriellen Umgebungen keine Einzweckmaschinen per Einzelsteuerung betrieben werden müssen, sondern mehrere Maschinen von einer einzigen Ressource gesteuert werden können. Dadurch werden auf globaler Basis die Kosten für die Steuerung und Instandhaltung von OT- und IT-Systemen gesenkt.

Forza, Elektromobilität!
In einem anderen Bereich wurde ABB im Rahmen einer umfangreichen Vereinbarung offizieller Partner des TAG Heuer Porsche Formel E-Teams. Porsche Motorsport feiert in dieser Saison sein Debüt bei der ABB FIA Formel E Meisterschaft, während ABB bereits im dritten Jahr als Titelpartner bei dieser weltweit ersten vollelektrischen Rennserie mit dabei ist.

Der Deal wurde am Vorabend des dritten Rennens der sechsten Rennsaison der ABB FIA Formel E Meisterschaft in Santiago, Chile, im Beisein von Peter Voser, Verwaltungsratspräsident und CEO von ABB, Michael Steiner, Mitglied des Vorstands Forschung und Entwicklung der Porsche AG, und Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport, kommuniziert. „Wir freuen uns, dass ABB als globaler Technologie- und Marktführer von Schnellladegeräten für Elektrofahrzeuge jetzt zu unseren Top-Partnern zählt und mit uns gemeinsam an neuen Lösungen für die steigende Nachfrage unserer Kunden nach Elektromobilität arbeiten wird", sagte Steiner. „Dies ist ein weiterer Meilenstein unserer ‚Mission E‘-Strategie in deren Rahmen wir bis 2022 sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren.”

„Die ABB FIA Formel E Meisterschaft ist mehr als nur eine Rennserie, sie ist unser Prüfstand für innovative Elektromobilitätstechnologien, die zur Reduzierung unserer CO2-Emissionen und zu einer besseren Welt beitragen können“, sagte Voser. „Und wer ist da ein besserer Partner als die Automobil-Ikone Porsche – gemeinsam werden wir den Fortschritt der Elektromobilität gestalten.”

Ideale Plattform für innovative Technologien
ABB und Porsche haben bereits den Aufbau von ABB-Schnellladern an Porsche-Zentren und öffentlichen Einrichtungen in ganz Japan vereinbart. Die erste Station soll Mitte 2020 in Betrieb gehen. Darüber hinaus wurde die Schweizer ABB Formel E-Botschafterin Simona De Silvestro als Test- und Entwicklungsfahrerin für das TAG Heuer Porsche Formel E Team verpflichtet.

Die ABB Formel E mit ihrer zunehmenden globalen Reichweite ist die ideale Plattform, um innovative Technologien zu präsentieren, die der Schlüssel zum Erfolg dieser nachhaltigen Motorsportserie sind. Bei der inzwischen sechsten Saison der ABB FIA Formel E Meisterschaft gehen 24 erstklassige Fahrer mit der zweiten Rennwagengeneration für zehn internationale Automobilhersteller an den Start – in diesem Jahr erstmalig auch im südkoreanischen Seoul und im indonesischen Jakarta. ABB ist inzwischen weltweit führend im Bereich der vernetzten Gleichstrom-Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge und hat bisher weltweit über 13.000 Gleichstrom-Schnellladestationen in 80 Ländern verkauft. (pj)

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