INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Energetica realisiert größtes Solarwerk Europas © ORF

Energetica-GF René Battistuti

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Energetica-GF René Battistuti

Redaktion 30.08.2018

Energetica realisiert größtes Solarwerk Europas

Jährlich sollen fünf Millionen Quadratmeter Solarmodule produziert werden.

LIEBENFELS. Die Klagenfurter Firma Energetica hat Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Slowenien und Griechenland. Nun wird der Klagenfurter Standort kräftig ausgebaut. Laut Geschäftsführer René Battistuti sollen in dem neuen Werk Solarmodule mit einer Jahresleistung von mehr als einem Gigawatt hergestellt werden. „Das entspricht etwa der Produktion von rund fünf Millionen Quadratmetern im Jahr“, so Battistuti. Auch ein Atomkraftwerk würde im Jahr ein Gigawatt Leistung erzeugen.

Der 63.000 m² große Industriestandort soll außerdem ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Photovoltaikprodukte beinhalten.

Die Solarmodule würden für jedermann erzeugt, etwa Module für den Balkon. Aber auch für Großproduzenten, die dann mehrere Hundert Häuser mit Strom versorgen würden. Investiert werde am Standort in Liebenfels „ein zweistelliger Millionenbetrag“, so Battistuti. Im Dezember solle das Werk mit den ersten Maschinen in Betrieb gehen. Vorerst würden 30 Mitarbeiter in Klagenfurt beschäftigt, „im Vollausbau können wir in den nächsten Monaten bis zu 100 Mitarbeitern Arbeit bieten“. Gesucht werden hochqualifizierte Kräfte für Robotertechnik und Mechatronik.

Auf Basis Industrie 4.0
Das Werk soll das größte in Europa werden. Battistuti: „Wir haben uns für diese Investition entschieden, um mit den Großproduzenten in Asien mithalten zu können - auch preislich.“ Gefertigt werden sollen die Module in mehreren vollautomatisierten Fertigungslinien im Industrie-4.0-Standard. Möglich sei Konkurrenzfähigkeit durch die neu patentierte, kostengünstige Produktionsweise.

Die neue Fabrik in Liebenfels greift für die Herstellung der Solarmodule auf eigens produzierten Strom zurück; Ziel ist es, energieautark zu werden: Eine Photovoltaikanlage sowie die Nutzung der eigenen Prozessabwärme und des nahe gelegenen Biomoasseheizwerks sollen die notwendige Energie für den gesamten Produktionsstandort erzeugen. (red)

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