INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Erst KI macht vernetzte Geräte schlau © Alexander Limbach/Fotolia.com
© Alexander Limbach/Fotolia.com

Redaktion 23.05.2019

Erst KI macht vernetzte Geräte schlau

Austrian Standards lädt zum dritten IoT-Fachkongress am 23. Oktober.

WIEN/SAN JOSE. 28 Milliarden Geräte sollen 2022 weltweit vernetzt sein, berichtet der US-amerikanische Netzwerkausrüster Cisco in seiner aktuellen Visual Networking Index-Studie. Mehr als die Hälfte der Kommunikation wird dabei zwischen Geräten (Machine to Machine) stattfinden. Damit nicht genug, wird der weltweite Datenverkehr im Internet auf 4,8 Zettabyte jährlich – mehr als das Dreifache von 2017 – anschwellen. Solche enormen Datenmengen überfordern nicht nur die menschliche Vorstellungskraft, sie lassen sich auch mit herkömmlichen Technologien weder bearbeiten noch beherrschen.

Ob Smartphone, Staubsaugerroboter, Industriesensor oder Überwachungskameras im öffentlichen Raum: Die zahllosen Geräte im Internet of Things (IoT) liefern Daten in einem bislang ungekannten Ausmaß. Daten, die Unternehmen und Organisationen dabei helfen können, Prozesse und Produkte zu optimieren. Darüber hinaus ermöglichen sie es, Geräte intelligenter zu machen, als sie es zuvor – in ihrem nicht-vernetzten Zustand – waren. So lassen sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) – mithilfe von Deep Learning und Machine Learning – Muster erkennen und analysieren, die Menschen aufgrund der ungeheuren Datenmengen schlicht nicht zugänglich sind.

IoT braucht Standards
„Damit das Zusammenspiel aller Komponenten im Internet of Things und auch mit Anwendungen Künstlicher Intelligenz reibungslos funktioniert, müssen diese miteinander kommunizieren können. Dazu braucht es standardisierte Schnittstellen und Datenmodelle“, erklärt Karl Grün, Director Standards Development bei Austrian Standards.

Zu den wichtigen Bereichen der Koordination und Kommunikation von Komponenten existieren bereits internationale Regelwerke, Standards zu Referenzarchitektur und Vokabular befinden sich in Entwicklung.

KI schafft sinnvollen Mehrwert
Das Internet of Things hat großes Potenzial und bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Zur sinnvollen Analyse der entstehenden Daten und der nutzenstiftenden Anwendung der Erkenntnisse braucht es aber Künstliche Intelligenz. IoT konsequent mit Künstlicher Intelligenz zusammenzudenken, ermöglicht jene smarten Lösungen, die benötigt werden, um aus der Datenfülle sinnvollen Mehrwert hervorbringen. So können etwa in Fabriken, wo derzeit mit Sensortechnik fehlerhafte Teile am Montageband aussortiert werden, künftig selbstlernende Systeme eigenständig auch die Muster möglicher Ursachen analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Ein Staubsaugerroboter kann dank Einbindung in ein vernetztes Smart Home aus seinen eigenen Einsätzen lernen und „intelligente“ Schlüsse daraus ziehen. Mittels adaptiver Künstlicher Intelligenz würde aus einem zuvor eher tumben Teil ein smartes Gerät, das sich selbsttätig Wissen darüber aneignet, wann welche Räume zu säubern sind – und entsprechend agiert.

Und schließlich setzen IT-Sicherheitsunternehmen bereits cloudbasierte Lösungen ein, um mittels Machine Learning Cyber-Angriffe frühzeitig zu erkennen, Börsenhändler nutzen IOT und KI beim Hochfrequenzhandel, und auch beim Thema Smart Mobility ist das Thema nicht wegzudenken – der Fantasie scheinen kaum Grenzen gesetzt.

3. IoT-Fachkongress im Oktober
Wer sich über wesentliche Themen wie Vernetzung, Datengewinnung, Analyse, den Einsatz Künstlicher Intelligenz und die Normungsarbeit informieren möchte, findet am 23. Oktober beim 3. IoT-Fachkongress die passende Gelegenheit. Hochkarätige Experten referieren im Meeting Center von Austrian Standards über technische, rechtliche, wirtschaftliche und visionäre Aspekte. (pj)
 
Mit Standards in die Zukunft – gemeinsame Innovation im Zeitalter der Digitalisierung
23. Oktober 2019, Austrian Standards, Wien

Informationen und Anmeldung:
https://www.austrian-standards.at/infopedia-themencenter/specials/iot-fachkongress

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