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Strabag erwartet nach erneutem Auftragsbestandsrekord eine höhere Leistung für 2018 © Strabag

Strabag-Vorstandsvorsitzender Thomas Birtel

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Strabag-Vorstandsvorsitzender Thomas Birtel

Redaktion 13.09.2018

Strabag erwartet nach erneutem Auftragsbestandsrekord eine höhere Leistung für 2018

EBIT bei mehr als 20 Mio. Euro und damit bereits zur Jahresmitte im positiven Bereich.

WIEN. Der börsenotierte Baukonzern Strabag SE hat Zahlen für das erste Halbjahr 2018 berichtet. Diese waren von einem Rekordauftragsbestand, einer Leistungssteigerung und einem Ergebnis geprägt, das unüblich bereits zur Jahresmitte im positiven Bereich liegt.

Vorstandsvorsitzender Thomas Birtel: „Mit einem Auftragsbestand von weit über 18 Mrd. Euro können wir nach dem ersten Halbjahr 2018 einen weiteren Rekord melden, nachdem wir von einem historisches Hoch bei 16,6 Mrd. Euro Ende des Geschäftsjahrs 2017 berichtet hatten und die Marke von 17 Mrd. Euro im ersten Quartal 2018 überschritten worden war. Unverändert richten wir unser Augenmerk darauf, diesen dynamisch wachsenden Bestand sorgfältig und verlässlich abzuarbeiten. Der seit einiger Zeit hohe Auftragsbestand wirkt sich nach den ersten sechs Monaten 2018 bereits auf die Leistung aus: Sie liegt um zehn Prozent über jener des Vergleichszeitraums des Vorjahrs. Wir passen daher die Leistungsprognose für das Gesamtjahr an und gehen davon aus, zumindest 15 Mrd. Euro Leistung zu erbringen. Bisher hatten wir mit einem Anstieg auf ‚etwa 15 Mrd. Euro‘ gerechnet. Die Erwartung für die EBIT-Marge von mindestens drei Prozent bleibt aufrecht.“

Leistung und Umsatz
Die Strabag erbrachte im ersten Halbjahr 2018 eine Leistung von 6.875,39 Mio. Euro; diese Aufwärtsbewegung um zehn Prozent ist insbesondere durch den deutschen Hoch- und Ingenieurbau sowie durch die Märkte Österreich und Polen getrieben. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg um zwölf Prozent.

Nachdem der Auftragsbestand zum 31.3.2018 erstmals in der Konzerngeschichte die Marke von 17 Mrd. € überschritten hatte, wurde per 30.6.2018 ein neues Rekordhoch von 18,9 Mrd. € erreicht. Dies entspricht einer Zunahme um 15% gegenüber dem selben Zeitpunkt des Vorjahrs. Ausschlaggebend waren einmal mehr zahlreiche Großaufträge in den größten Märkten des Konzerns, allen voran in Ungarn, Deutschland und Polen.

Kennzeichnend im zweiten Quartal 2018 war die Auftragserweiterung beim Tunnelbauprojekt Alto Maipo in Chile mit einem Volumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Ertragslage und Mitarbeiteranzahl
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2018 um 33% auf 200,38 Mio. €. Die Abschreibungen zeigten sich um zwei Prozent niedriger, sodass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 20,03 Mio. € und damit nicht mehr – wie nach dem ersten Halbjahr gewohnt – noch im negativen Bereich zu liegen kam. Auch das zweite Quartal zeigte Zunahmen beim EBITDA (24%) und beim EBIT (44%).

Die Mitarbeiteranzahl nahm um zwei Prozent auf 73.394 Personen zu. Zuwächse waren angesichts der dort höheren Leistung bzw. des Auftragsbestands besonders in Amerika sowie in Polen, Österreich und Ungarn zu verzeichnen. (pj)

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