LUXURY BRANDS & RETAIL
Anziehender Ort © Thomas Haditsch/Studio Weber

Im neuen Showroom im Dachgeschoss des Palais Carl Ludwig werden ein Auszug aus den aktuellen Kollektionen sowie gelegentlich auch besondere Einzelstücke präsentiert.

© Thomas Haditsch/Studio Weber

Im neuen Showroom im Dachgeschoss des Palais Carl Ludwig werden ein Auszug aus den aktuellen Kollektionen sowie gelegentlich auch besondere Einzelstücke präsentiert.

britta biron 25.09.2020

Anziehender Ort

Weber+Weber Sartoria ist mit Schneiderei und Showroom nach Wien übersiedelt.

Wien. Der Großteil der Modemarken war schon froh, ihre bestehenden Läden nach dem wochenlangen Lockdown wieder aufsperren zu können und an die Eröffnung neuer Standorte denkt derzeit kaum einer. Eher wird überlegt, unrentable Shops – von denen es derzeit leider mehr als genug gibt – auf Dauer zu schließen. Angesichts dieser insgesamt recht ungüns­tigen Rahmenbedingungen für die Fashionbranche fällt es noch stärker auf, wenn ein Unternehmen, noch dazu ein kleines, nicht einfach nur ein neues Geschäft eröffnet, sondern einen exklusiven Showroom samt Schneideratelier in einem herrschaftlichen Wiener Palais.

„Wir sind nicht größenwahnsinnig geworden”, lacht Chris­tian Weber, der gemeinsam mit seinem Ehemann Manuel die Weber+Weber Sartoria im Jahr 2014 gegründet hat. „Wir hatten uns schon seit Längerem einen Standort in Wien gewünscht und eigentlich nur auf die passende Location gewartet.”
Die fand sich dann mehr oder weniger durch einen glücklichen Zufall und den Umstand, dass das Konzept von Weber+Weber – zeitlose Slow Fashion in erstklassiger Schneiderqualität – perfekt den Vorstellungen der Eigentümer des Palais Carl Ludwig – nicht 08/15, exklusiv, aber nicht elitär – entsprach.

Edles Ambiente

Die Zeit des Lockdowns war mit Einrichten und Übersiedeln für die beiden Webers entsprechend betriebsam und mit dem Endergebnis sind sie rundum zufrieden – ebenso mit dem Kundenfeedback. „Ein klassisches Opening-Event war natürlich mitten in der Pandemie nicht möglich, aber kaum dass wir den Hinweis zur neuen Adresse auf die Homepage gestellt hatten, kamen auch schon die ersten Besuchsanfragen.”

Ganz persönlich

Dass die Sartoria ihre Pforten nur nach Terminreservierung öffnet, passt zwar perfekt zum aktuell angesagten Social Distancing, ist aber nicht den besonderen Corona-Umständen geschuldet, sondern vielmehr Teil des Markenkonzepts.
„Wir wollen uns jedem einzelnen Kunden persönlich widmen können und ausreichend Zeit haben, ihn zu beraten und die besonderen Verarbeitungstechniken und Materialien näherzubringen.”
Denn die Kleidung von Weber+Weber ist erklärungsbedürftig, insofern als die Finesse in den vielen handwerklichen Details liegt und besonderen Materialien. Etwa in einem eigens entwickelten Walkstoff aus feinster Merinowolle, der leicht, strapazierfähig, wasser- und schmutzabweisend und ­pflegeleicht ist und für Blazer, Hosen und Kleider oder auch Accessoires wie Krawatten und Kappen verwendet wird. „Es ist uns gelungen, die wunderbaren Eigenschaften dieses Stoffs sogar noch weiter zu verbessern”, freut sich Weber und ebenso darüber, dass das Sortiment seiner edlen Slow Fashion-Marke weiter wächst. „Aktuell laufen die Arbeiten für den Launch unserer ersten Unterwäschekollektion.”

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