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Feuriger Minimalismus © Piaget
© Piaget

Luisa Bachmair 15.11.2019

Feuriger Minimalismus

Viols le Fort/Monção/Oelde/Trier/Hørning/Krenglbach. Spätestens wenn der goldene Oktober den novemberlichen Nebelschwaden weichen muss, gehört das Einheizen zu den Fixpunkten im Tagesablauf. Natürlich kann man einfach am Thermostat drehen. Aber es geht auch ganz anders. Offenes Feuer hat schon immer eine gewisse Faszination auf den Menschen ausgeübt – geliebt, verehrt, aber auch mit einem gewissen Respekt betrachtet. Ob offen oder hinter Glas, klassisch mit Holz befeuert oder modern mit Bioethanol, das bleibt freilich jedem überlassen. Auch ob wandstehend, hängend oder mitten im Raum ist eine Frage der individuellen Präferenz. Hauptsache ein Kamin!

Heiße Verführung

1968 wurde mit dem Gyrofocus von Dominique Imbert der erste um 360° drehbare offene Kamin lanciert. Als ebensolcher Eyecatcher kam nun der schlanke Slimfocus als erster luftdichter, frei hängender Kamin hinzu. Ein echtes Designerstück ist auch Thales von Glammfire, ein ebenfalls drehbarer Kamin mit Stahlkorpus und Edelstahlbrenner, der elektrisch gezündet werden kann und mit Bioethanol gefüllt wird. Ein selbstbewusstes Statement setzt auch Shaker von Skantherm – hier vereinten Antonio Citterio und Toan Nguyen ein wenig Nostalgie mit moderner Designsprache.

Besondere Strahlkraft

Wer es weniger verspielt mag, entscheidet sich für architektonisch angehauchte Modelle wie zum Beispiel Sendai von Hase Kaminöfen. Die klare Formensprache geht auf den Pionier des Unternehmens, den Architekten Walter Blasius, zurück. Noch enger in die Architektur integriert ist etwa I 3055 von Hwam, ein eingemauerter Kamin, der mit seiner schwarz gerahmten Glasscheibe das Flackern schön in Szene setzt. Ein bisschen rundlich dagegen präsentiert sich Bobby von Austrotherm, der als umweltfreundlicher Multibrennstoff-Ofen mit Bullauge und auf Wunsch mit poppigen Farben überzeugt.

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