LUXURY BRANDS & RETAIL
Schmuck für die Wände © kleeee Kunstvermietung

Im Showroom in der Fasangartengasse präsentiert kleeee-Chef Michael Holeschofsky einen repräsentativen Querschnitt aus seiner umfangreichen Kunstsammlung.

© kleeee Kunstvermietung

Im Showroom in der Fasangartengasse präsentiert kleeee-Chef Michael Holeschofsky einen repräsentativen Querschnitt aus seiner umfangreichen Kunstsammlung.

britta biron 22.03.2019

Schmuck für die Wände

„Unser Mietmodell macht großartige Gemälde für viele leistbar und soll das Interesse an moderner Kunst fördern.”

Wien. Kunstauktionen und -messen verzeichnen steigendes Publikumsinteresse und die von der Unternehmensberatung Bain & Co erstellte Analyse des globalen Luxusmarkts weist für das Kunst-Segment im Jahr 2018 eine Umsatzsteigerung um drei Prozent auf 41 Mrd. € aus. Offensichtlich ist Kunst en vogue – im Vergleich zu anderen schönen Dingen aber trotzdem ein Nischenprogramm. Schließlich wurden im Vorjahr für teure Autos fast 500 Mrd. € ausgegeben und für Designermode, Accessoires, Uhren, Schmuck und Kosmetik 260 Mrd. €.

„Ein Porsche vor der Tür, Maßschuhe an den Füßen, eine Rolex am Handgelenk, aber ein völlig belangloser Druck in einem 08/15-Rahmen an der Wand – diese Kombination kommt nicht selten vor”, weiß Michael Holeschofsky, Gründer und Geschäftsführer der Kunstvermietung kleeee. Meist sei es nicht Ignoranz, die jemanden beim Thema Kunst in die Diskont-Schublade greifen lasse, sondern die Überzeugung, dass man sich ein Originalgemälde eines bekannten Künstlers nicht leisten könne. „Mit kleeee will ich zeigen, dass erstklassige Gemälde nicht unerschwinglich sind und möglichst viele Menschen für Kunst begeistern.”

Highlights für Büro …

Die Jahresmiete für ein Gemälde – die Schwerpunkte sind amerikanische Pop Art, zeitgenössische kubanische Malerei sowie renommierte österreichischer Künstler, die sogenannten Kleeee Young Guns – liegt zwischen knapp 800 und 4.380 €. Durchsuchen kann man die digitale Galerie, die einige Hundert Werke umfasst, nach verschiedenen Kriterien wie Künstler, Stilrichtung, Farbe, Motiv oder Größe, und die App, die eigens entwickelt wurde, gibt dann einen guten Eindruck davon, wie das Gemälde im dafür vorgesehenen Raum wirkt. Eine kleine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung kann nach Terminabsprache auch im Showroom in der Hietzinger Fasangartengasse besichtigt werden.
Die persönliche Beratung gehört – egal ob man sein Wunschgemälde digital oder analog aussucht – immer zum Service. „In erster Linie entscheidet natürlich der persönliche Geschmack des Kunden, aber abgesehen von der rein ästhetischen Komponente lässt sich ein Gemälde – vor allem, wenn es im geschäftlichen Umfeld hängen soll – auch für andere Zwecke einsetzen: ob als Statussymbol, um die Firmenphilosophie optisch zu unterstreichen oder gute Stimmung zu verbreiten. Es gibt mittlerweile einige interessante Studien, die zeigen, dass sich Kunst positiv auf das psychische und physische Wohlbefinden des Betrachters auswirkt.”

… oder Wohnung

Interessant sei das Mietmodell aber auch für Sammler. „Für die meisten von ihnen steht die Rendite zwar nicht im Vordergrund, aber ein kleines Zusatzeinkommen – die Miete wird zwischen uns und dem Besitzer fity-fifty geteilt – ist auf jeden Fall besser, als Lagerkosten für die Bilder zu zahlen, für die man selbst keinen Platz hat.”
Geliefert und aufgehängt wird mit Kunsttrans und deren Partnerbetrieben oder auch vom kleeee-Chef persönlich. „Mir ist der direkte Kontakt zu den Kunden sehr wichtig.”
Um den auf eine breitere Basis zu stellen und Kunstinteressierte, Sammler und Künstler miteinander zu verknüpfen, wurde der kleeee.ArtClub geschaffen. „Dabei handelt es sich um Events, die Ausstellung, Kunst-Talk und Clubbing miteinander kombinieren. Im Vorjahr haben wir die Gloriette in Wien und das Upside East in München damit bespielt. Das Konzept kommt sehr gut an und soll noch weiter ausgebaut werden.”
Clubmitglieder werden regelmäßig über Neuzugänge im kleeee-Sortiment und spannende News aus der Kunstszene informiert und erhalten Sonderrabatte.

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