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Vorsichtiger Neustart © Hofburg Vienna

Flexible Raumkonzepte, moderne Technik und ein umfassendes Sicherheitskonzept in Verbindung mit einzigartiger Architektur und Flair – damit kann die Hofburg Vienna punkten.

© Hofburg Vienna

Flexible Raumkonzepte, moderne Technik und ein umfassendes Sicherheitskonzept in Verbindung mit einzigartiger Architektur und Flair – damit kann die Hofburg Vienna punkten.

britta biron 25.09.2020

Vorsichtiger Neustart

Der Kongress tanzt langsam wieder in der Hofburg an, die Ballsaison steht aber weiterhin auf wackeligen Beinen.

Wien. Corona hat den Tourismus in Wien hart getroffen. Von Jänner bis Juli weist die Statistik um 66% weniger Ankünfte und Nächtigungen auf als im Vorjahr. Besonders drastisch sind die Einbrüche im Tagungstourismus, über den die Stadt in „normalen” Jahren gut eine Milliarde Euro an Wertschöpfung generiert.

Das Vienna Convention Center hat auf die Krisensituation rasch reagiert und in Zusammenarbeit mit der Med Uni Wien einen Sicherheitsleitfaden für Business-Events erstellt. „Durch Covid-19 ist Sicherheit bei Reisenden an die oberste Stelle gerückt. Wiens Umgang mit der Coronakrise zählt weltweit zu den Best Practices”, so Norbert Kettner, Direktor des WienTourismus. Bestätigt wird das etwa vom Reiseportal European Best Destinations, das Wien als eines der 20 sichersten Reiseziele Europas anführt – als eine der wenigen Großstädte, die ausreichende Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben und eine leistungsfähige Gesundheitsinfrakstruktur aufweisen.

Große Herausforderungen

Auch in der Hofburg Vienna, Wiens vornehmster Eventlocation, hat man umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um die Meeting-Maschinerie wieder zu starten. Und mit dem Westbalkan-Gipfel im Juli oder der Fachmesse marke[ding] Anfang September gezeigt, dass Veranstaltungen auch in der aktuellen Lage möglich und sicher sind.
Dass man laufend in den Ausbau der IT-Infrastruktur investiert hat, zahlt sich jetzt doppelt aus. „Die ganze Branche redet jetzt von Hybrid- oder virtuellen Meetings. Das gab es bei uns immer schon. Nur war es bisher nie so essenziell wie jetzt”, sagt Alexandra Kaszay, Geschäftsführerin der Hofburg. Darauf könne man aufbauen. Der Digitalisierungsschub, den Corona bewirkt habe, sei enorm und langanhaltend, und der Anteil und die Bedeutung der Technik im Kongressgeschäft werde weiter steigen.
Downsizing heißt es – so lange Obergrenzen und Mindestabstand gelten – natürlich bei den Teilnehmerzahlen. Theoretisch bietet der Festsaal Platz für 1.210 Personen, unter Corona-Bedingungen nur für rund die Hälfte.

Neue Konzepte

Das klassische Konzept von Kongressen, Meetings und Messen sei aber trotzdem kein Auslaufmodell.
„Einander treffen, face to face kommunizieren, das kommt wieder. Die Sehnsucht danach ist groß, das hören wir aus vielen Gesprächen heraus”, so Kaszay weiter. „Veranstaltungen leben von Inhalten, aber auch vom Knüpfen neuer Kontakte. Dazu kommen noch Werte wie die Atmosphäre der historischen Festsäle der ehemaligen Kaiserresidenz und eben die Stimmung, die man nur auf Präsenz-Events erleben kann.”
Dieses Flair will Messeveranstalter M.A.C. Hoffmann & Co Ausstellern und Besuchern der Kunstmesse Art & Antique auch heuer bieten; die Leistungsschau des Kunst-, Design- und Antiquitätenhandels findet vom 5. bis 8 November in der Hofburg statt.

Kunst & Genuss

„Die Wirtschaft braucht Messen und Veranstalter den Mut. Gerade jetzt ist der persönliche Austausch wieder gefragt und unabdingbar. Neben Hygienemaßnahmen, Eintritts- und Abstandsregeln möchten wir auch durch verlängerte Öffnungszeiten die bestmöglichen Voraussetzungen für einen sicheren, angenehmen und unbelasteten Besuch bieten”, sagt Geschäftsführerin Alexandra Graski-Hoffmann. „Dass mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen eine gelungene Messe in Covid-Zeiten möglich ist, hat schon die sehr erfolgreiche Art & Antique in Salzburg bewiesen. Die zahlreichen Verkäufe zeigen, dass hochwertige Kunst eine sichere, gewinnbringende und vor allem wunderschöne Anlage ist.”

Bälle & Weihnachtsfeiern

Weniger der Anlagegedanke als vielmehr der Genuss steht bei den Falstaff-Events im Mittelpunkt. Die für den 22. September geplante Champagner-Gala im Palais Fers­tel sowie das Vienna Bar- & Spiritsfestival am 19. Oktober in der Hofburg wurden zwar wegen der wieder verschärften Corona-Maßnahmen abgesagt, die Rotweingala am 23. November in der Hofburg scheint aber weiterhin am Eventkalender des renommierten Gourmet-Magazins auf.
Nach der Verschiebung vom April in den Dezember wäre die Condé Nast Luxury Conference, eines der wichtigsten und größten Treffen der Luxusmarken, heuer ein besonderes Highlight in der Hofburg gewesen, wurde dann Anfang September aber endgültig abgesagt.
Zwar noch nicht komplett gecancelt, aber auf wackeligen Beinen stehen die Bälle – besonders seit die Infektionszahlen wieder stark ansteigen.
Mitte September fand in der Hofburg ein inoffizieller „Ball-Gipfel” statt, um zu diskutieren, ob und wie Abstandsregeln mit Walzerseligkeit unter einen Hut gebracht werden können; die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang Oktober bekannt gegeben.
Groß sind auch die Unsicherheiten hinsichtlich Weihnachtsfeiern. Aber die kann Kaszay zerstreuen. „Umfassende Sicherheitsmaßnahmen und das große Know-how unseres Teams machen glanzvolle Feiern auch in diesem Advent möglich.”

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