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All-in-one: von der Idee bis zum Druck © RLB Wien-NÖ/Volume/Plakativ
© RLB Wien-NÖ/Volume/Plakativ

Nadja Riahi 12.04.2019

All-in-one: von der Idee bis zum Druck

Die Plakativ Werbetechnik, eine Brand aus der Bellutti Gruppe, bietet Kunden auf individuelle Weise Werbelösungen.

••• Von Nadja Riahi

Die Plakativ Werbetechnik produziert und druckt an drei Standorten für ihre Kunden indiviuelle Werbe-Lösungen. Das Mutterunternehmen von Plakativ, einer Brand aus der Bellutti-Gruppe, sitzt in Innsbruck.

Gemeinsam mit den Niederlassungen in Wien und Klagenfurt verzeichnet das Unternehmen rund 120 Mitarbeiter. medianet traf Key Account & Brand Manager Bernhard Hofer und Niederlassungsleiter Timo Eberhardt zum Gespräch.


medianet:
Plakativ hat mit 2018 ein gutes Jahr hinter sich. Sie ernten nun die Früchte Ihrer Umstellungen der letzten Jahre. Was hat sich genau verändert?
Bernhard Hofer: Wir haben uns in den letzten Jahren zunehmend weg von der Massenproduktion und hin zu für unsere Kunden individualisierten Lösungen bewegt. Dadurch konnten wir sowohl alte Kunden zurück- als auch neue Kunden gewinnen. Wir haben auch ein tolles Team. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.
Timo Eberhardt: Genau, es geht uns weniger um das Volumen als um individuelle Kampagnen. Durch unseren Wiener Standort haben wir die Möglichkeit, Kundenanfragen sehr schnell umzusetzen.

Ich denke, Plakativ hat die kürzeste Reaktionsdauer in dem Raum. Wir haben zum Beispiel die neue Kampagne der Wiener Linien zum Essensverbot über die Feiertage umgesetzt. Innerhalb von einer Nacht mussten auf jeder U-Bahn die Aufkleber sein. Wir haben die Challenge angenommen und es schlussendlich in dieser kurzen Zeit auch geschafft.
Das macht uns aus. Wir sind bereit für Herausforderungen. Genauso wollen wir auch in Zukunft weiterarbeiten. Wir sind für unsere Kunden ein starker Partner, mit dem sie Projekte realisieren können.


medianet:
Wie ist Ihr aktuelles Portfolio aufgestellt?
Hofer: Wir machen im Grunde alles – von einem Schild, auf dem die Öffnungszeiten eines Shops stehen, bis zu einem individuellen Branding, von einem normalen Banner für einen Bauzaun bis hin zu einer innovativen Fassadenlösung und natürlich alles, was dazwischenliegt. Wir arbeiten mit allem, was sich bedrucken lässt und in irgendeiner Weise mit technischer Konfektion zu tun hat. Dabei profitieren wir natürlich von der Erfahrung der Bellutti Gruppe.

medianet:
Nach ein paar kargeren Jahren investieren Ihre Kunden wieder mehr in die Werbung. Viele wünschen sich besonders gute und vor allem kreative Ideen …
Hofer: … Genau. Bei uns wird jeder Kunde, der eine individuelle Idee für den Auftritt seiner Marke nach außen transportieren möchte, fündig werden. Ein Beispiel ist das Frequency Festival. Seit Jahren schauen die Gäste in der VIP Lounge auf die nackte Fassade des Veranstaltungszentrums St. Pölten. Unsere Aufgabe war es, das Zentrum zu verhängen, ohne die Fassade zu umgreifen. Wir merken durchaus einen Trend dahingehend, dass alle wieder mit ihrer Marke nach draußen wollen, um großflächig Werbung zu machen.

medianet:
Es fließt also wieder Geld zurück in die klassischen Medienkanäle …
Eberhardt: … und da kommen wir ins Spiel. Dort, wo sich Werbetreibende etwas trauen und besonders impactstark sein wollen, dort machen wir besondere Umsetzungen. Mut fällt auf, Mut ist werbewirksam.

medianet:
Plakativ geht seit mehreren Jahren einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Weg. Welche Schritte sind Sie bisher gegangen?
Hofer: Wir haben unsere Maschinen auf Latextinte umgestellt, denn diese ist emissions- und geruchsfrei und somit ökologisch unbedenklicher. Unser Firmeninhaber hat die Vision, bis 2020 PVC-frei zu werden. Wir kümmern uns darum, alternative Materialien im Portfolio zu haben. Diese werden von ein paar Kunden auch schon angefragt, es fehlt aber noch der erste große Kunde, der sich drübertraut. Ein Grund dafür ist sicher auch, dass die nachhaltigen Produkte teurer sind als die herkömmlichen.
Eberhardt: Wir können Materialien anbieten, die 100% kompostierbar sind. Es gibt Materialien auf Polyolefin-Basis, die abbaubar sind, und Materialien aus Polyacryl, deren Verrottungszeit zwischen 45 und 60 Tagen liegt.
Hofer: Wir setzen bei unseren Produkten auf Mehrfachverwendung statt auf Single Use. Ein Beispiel ist das Projekt Spielberg; dort haben wir Verkleidungen für Tribünen geschaffen, die mindestens für drei Jahre weiterverwendet werden können.

 

medianet: Sie wollen mit diesen Maßnahmen auch für andere Kunden den Anreiz schaffen, auf umweltverträgliche Materialien zu setzen. Wie kann dieses Vorhaben gelingen?
Hofer: Es ist unser Wunsch, die Veränderungen zu belohnen und nicht die herkömmlichen Vorangehensweisen zu bestrafen. Wenn Menschen sehen, dass die Entsorgung von umweltfreundlichen Materialien einfach ist und es etwas bringt, ­umzusteigen, dann werden nach und nach immer mehr auf diesen Zug aufsteigen.

medianet:
Was wird die Zukunft für Plakativ bringen?
Hofer: Wir haben jetzt 2019 ein sehr gutes Jahr. Unsere individualisierten Produkte kommen bei unseren Kunden gut an, wir freuen uns besonders im Veranstaltungsbereich über ein starkes Wachstum.Ich bin zuversichtlich für das, was kommt.

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