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Am Radiomarkt bewegt sich wenig © Panthermedia.net/Tsidvintsev

Radiotest 2017 Das Motto lautet: „Business as usual im heimischen Hörfunk”.ORF und Privatsender zeigen sich österreichweit stabil.

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Radiotest 2017 Das Motto lautet: „Business as usual im heimischen Hörfunk”.ORF und Privatsender zeigen sich österreichweit stabil.

Redaktion 26.01.2018

Am Radiomarkt bewegt sich wenig

Die aktuellen Radiotest-Zahlen belegen zwei Dinge: ­Stabilität und weiterhin hohe Reichweiten für das Medium.

WIEN. Ein bekanntes Bild des österreichischen Radiomarkts zeichnet der Radiotest für 2017, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die ORF-Radios erreichten eine Gesamt-Tagesreichweite von 61,2 Prozent und blieben damit gegenüber dem Vergleichswert (61,5 Prozent) stabil.

Abstände werden geringer

Nur wenig mehr Bewegung gibt es bei den Privatsendern, für die eine Tagesreichweite von 28,2 Prozent (zuvor 29,1) ausgewiesen wird. Reichweitenstärkster Sender montags bis sonntags ist bei der Gesamtzielgruppe (ab zehn Jahre) österreichweit weiterhin Ö3 mit einer Reichweite von 33,3 Prozent (2016: 33,2 Prozent). Der bundesweite Privat-Konkurrent KroneHit lag bei 10,9 Prozent, nach 11,7 Prozent im Jahr 2016. Die Regionalsender des ORF kamen auf österreichweit 27,6 Prozent (28,6 Prozent), Ö1 auf 8,4 Prozent (8 Prozent), FM 4 auf 3,3 Prozent (3,6 Prozent)

In der jungen, sog. werberelevanten Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) ist der Abstand zwischen ORF und Privaten wie üblich geringer. Die öffentlich-rechtlichen Sender kommen insgesamt auf 53,6 Prozent Tagesreichweite (2016: 54,8 Prozent), die Privatradios auf 36,8 Prozent (37,6). KroneHit liegt mit 16,4 Prozent (gegenüber dem 2016-Wert von 17,5 Prozent) knapp vor den ORF-Regionalen (14,4 Prozent nach 15,7 Prozent im Jahr zuvor). Ö1 erreicht täglich fünf Prozent der Jüngeren, praktisch genauso viele übrigens wie das „junge” FM4, das auf 5,1 Prozent kommt.

36% privater Marktanteil

Die Österreicher (zehn plus) schalteten im Vorjahr im Schnitt 179 Minuten pro Tag das Radio ein. 71 Prozent des Marktanteils gingen an die ORF-Sender, wobei hier die öffentlich-rechtlichen Regionalsender mit 33 Prozent die Nase vor Ö3 (31 Prozent) hatten. Alle Privatsender zusammen erzielten 26 Prozent Marktanteil. In der jüngeren Zielgruppe stehen 60 Prozent Marktanteil für ORF-Gesamt 36 Prozent für die Privatradios gegenüber, Ö3 kommt auf 40 Prozent, KroneHit auf 13 Prozent und die ORF-Regionalsender auf 15 Prozent. (APA/red)

Eine ausführliche Analyse der aktuelle Zahlen lesen Sie kommende Woche in unserem Radio­test-Special.

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