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Aufreger-Sujets © Toni Muhr

Werbung ohne Werbung: Die Sujets von Oliviero Toscani haben nach wie vor gesellschaftspolitische Relevanz.

© Toni Muhr

Werbung ohne Werbung: Die Sujets von Oliviero Toscani haben nach wie vor gesellschaftspolitische Relevanz.

Redaktion 06.12.2019

Aufreger-Sujets

Ankünder bringt Oliviero Toscanis provokative Sujets aus den 80er- und 90er-Jahren in Graz wieder ans Licht.

GRAZ. Der Ankünder sorgt für ein Revival der Sujets von Oliviero Toscani, Ikone der Fotografie und Schaffer der Aufregersujets von Benetton ab Anfang der 80er-Jahre. Auf Plakat, Poster Light, City Light und Digital wird in der Grazer Innenstadt an die provokanten Sujets von einst erinnert. Oliviero Toscani nimmt bewusst von „den Werbeleuten” Abstand und provoziert – Grund genug für den Ankünder, auf Toscanis kontroverse Einstellung zur Werbung zu blicken, hinter die Bilder zu sehen und zu fragen: Was können Bilder, was kann und soll Werbung?

Diskurs der Außenwerbung

Oliviero Toscani löst Emotionen aus. Das weiß auch Dieter Weber, CEO Ankünder: „Für mich sind seine Botschaften im öffentlichen Raum Auslöser für Diskussionen und Debatten, für Kontroversen über alle Gesellschaftsschichten und Geisteshaltungen hinweg. Das Spannende für uns als Außenwerber ist es, Bilder und Botschaften wie diese auf unsere Werbemedien zu bringen, vom Plakat bis zum City Light. Wir sind damit in einem öffentlichen Raum, was erst diesen Diskurs auslöst.”

Provozieren statt verkaufen

Anlässlich der Toscani-Ausstellung in Graz konnte der Ankünder Kultplakate der Benetton Kampagne aus den 90er-Jahren wieder im öffentlichen Raum platzieren.

Das Besondere an den Sujets: Die gesellschaftspolitischen Themen von damals haben rund. 30 Jahre später nach wie vor Relevanz. Sämtliche Fotos informieren, bewegen und regen zum Nachdenken an. Genau im Sinn von Toscani, der meint: „Ich mache keine Werbung. Ich verkaufe nicht. Ich versuche nicht, das Publikum mit plumpen Tricks zum Kauf zu überreden.”

Weltstar in Graz

Der Grazer Fotograf Christian Jungwirth lud Olivier Toscani vom 17. bis zum 19. Oktober nach Graz ein, wo die Ausstellung seiner Gesamtwerke noch bis 25. Jänner 2020 im Atelier Jungwirth bestaunt werden kann. Oliviero Toscani gab während seines Besuchs Einblicke in seine Intention und bis in die Nacht Autogramme auf seinen bekanntesten Sujets.

Auch sein aktuelles Projekt Razza Umana lockte während seines Aufenthalts zahlreiche Besucher in den Grazer Landhaushof. (red)

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