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Austrian Event Award: Hoffnung für die Branche © Austrian Event Award/Nesse Rubey
© Austrian Event Award/Nesse Rubey

Redaktion 26.02.2021

Austrian Event Award: Hoffnung für die Branche

Am 2. März 2021 werden die Nominierten des Awards 2020 via Online-Präsentation verkündet. In 24 Jahren gab es noch nie so viele Einreichungen.

••• Von Georg Sander

WIEN. Die Livemarketingbranche Österreichs mit Messen, Events, Konzerten und Co. war eine der ersten, die ab März 2020 den Betrieb weitgehend einstellen musste – und sie wird wohl auch zu den letzten gehören, die wieder in den Vollbetrieb gehen können. Aber auch wenn niemand in die nahe Zukunft schauen kann, gibt es Hoffnung, und die Vorarbeiten für die große Award-Show des Austrian Event Award laufen schon auf Hochtouren.

Bereits seit 1996 werden die besten Events, die dahinterstehenden Agenturen sowie deren visionäre Kunden medial vor den Vorhang geholt. Die Verleihung der Pokale und Verkündung der Sieger 2020 findet am 30. Juni 2021 im Eventhotel Pyramide & Congress Center statt – am besten mit einem großen Live-Anteil, aber klarerweise als hybrider Event geplant.
Verantwortlich dafür zeichnen Christoph Berndl, Neo-Eigentümer des Austrian Event Award, und Award-Gründer sowie Mitveranstalter Walter Ilk. „Wir wollen mit der Verleihung auch ein Zeichen setzen”, erklärt Berndl im Gespräch. Der Branche ginge es derzeit nicht gut. Die Eventprofis versuchen, sich bestmöglich auf den Tag X vorzubereiten.
„Im Agenturbereich ist es so, dass viele mittlerweile abgeklärt sind, sich mit der Situation abgefunden haben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Die Kontakthaltung mit den Kunden steht dabei bei vielen an erster Stelle”, erklärt Berndl. „Vom Comeback der Livebranche sind aber alle überzeugt; die Frage ist nur, wann dieses stattfinden kann und darf.”

Wann kommt der Restart?

Trotz Optimismus, gepaart mit einer Portion Realismus und staatlichen Hilfen, fehle derzeit aber noch der Zeithorizont. „Wer beschäftigt sich ernsthaft mit der Planung von größeren Events, wenn die Gefahr besteht, dass sie in den nächsten Wochen wieder auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben werden?”, stellt Christoph Berndl die entscheidende Frage.

Das betreffe auch die Auftraggeberseite, die in ihrer Planung vor ähnlichen Problematiken stünde. „Generell höre ich aus der Branche aber absolut das Commitment heraus, wieder Events machen zu wollen”, meint er weiter. „Auch auf der Kundenseite ist der Wunsch groß.” Die Menschen seien mürbe und müde durch Einschränkungen, und alles verschiebe sich nach hinten, es entstehe eine negative Grundstimmung: „Aus den Bedingungen des Rettungsschirms kann man aber vielleicht herauslesen, dass ab 1. Juli wieder viel möglich sein könnte.” Dass Events wieder stattfinden werden, davon sind jedenfalls alle überzeugt. „Sich mit anderen treffen zu wollen, liegt einfach in der DNA der Menschen”, sagt Berndl.

Die Zukunft ist hybrid

Fest steht aber auch: Die Digitalisierung ist auch in der Eventbranche angekommen. Aus Sicht des Brancheninsiders ist dabei im Vorjahr vieles in Bewegung gekommen, was in guten Geschäftsjahren mit vollen Auftragsbüchern aus Zeitgründen manchmal liegen geblieben ist.

„Dass ein Liveevent oftmals parallel auch digital stattfindet, das wird nicht mehr weggehen”, konkretisiert Berndl. „Das ist eben etwas, was uns Corona gezeigt hat: Man muss mit Kunden und Stakeholdern laufend in Kontakt bleiben. Da helfen derzeit etwa Videochats. Die sind zwar eine gute Überbrückung, auf Dauer aber auch recht ermüdend. Denn es werden dabei nur zwei unserer fünf Sinne angesprochen.” Selbst jene, die auf höchstem Level digitale Events anbieten, wünschen sich die Liveveranstaltungen zurück, weil die Werbe- und Kontaktmöglichkeiten nur so wirklich gegeben sind: „Streams und Co. hin oder her: Entweder ich war live dabei oder eben nicht. Dieses Erlebnis können auch die besten Kameras und VR-Brillen nicht ersetzen. Gerade der emotionale Mehrwert macht das Live-Erlebnis so wertvoll.”

Mehr Auszeichnungen denn je

Bleibt zum Schluss die Frage, was nach monatelangen Lockdowns und Events in weitgehend maximal abgespeckter Form der Awardshow ausgezeichnet werden kann? Eingereicht werden konnten Events, die von 1. Jänner 2019 bis 31.12. 2020 stattgefunden haben. „Erstaunlicherweise sind auch viele super Eventkonzepte aus dem letzten Jahr dabei. Mit unseren neuen Sonderpreisen wie etwa für Eventsicherheit oder Hybrid- bzw. Virtuelle-Events/-Messen/-Kongresse haben wir der aktuellen Situation Rechnung getragen.”

Neue Zeiten, neue Kategorien, andere, spannende Ansätze durch eine veränderte Gesamtsituation – das führt zum besten Einreichergebnis in der 24-jährigen Geschichte des Awards. „Die Eventprofis da draußen haben sich auch in schwierigen Zeiten tolle Dinge überlegt”, meint Christoph Berndl. „Corona hin oder her: Es gibt so viele großartige Eventkonzepte aus Österreich. Die wollen wir auch in dieser schwierigen Zeit vor den Vorhang holen!”

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