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Branchenvertretung © APA/Herbert P. Oczeret

In der durch Covid-19 schwer gebeutelten Veranstaltungsbranche gibt es hinsichtlich wirtschaftlicher Unterstützungsleistungen noch Aufholbedarf.

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In der durch Covid-19 schwer gebeutelten Veranstaltungsbranche gibt es hinsichtlich wirtschaftlicher Unterstützungsleistungen noch Aufholbedarf.

Redaktion 15.01.2021

Branchenvertretung

Aus der spontanen Initiative „ohne-uns.at” wird die bislang fehlende Vertretung der Veranstaltungsdienstleister „livecom”.

WIEN. Im März 2020 wurde ohne-uns.at als spontane Initiative von zehn österreichischen Unternehmern gestartet. Gemeinsam wurde ab dem Beginn der Covid-19-Krise intensiv daran gearbeitet, auf die bedrohliche Situation der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen. Es wurden im regen Austausch mit den über 1.200 Unterstützern viele gemeinsame Aktionen gesetzt, konkrete notwendige wirtschaftspolitische Maßnahmenkataloge erarbeitet und medienwirksame Aktionen realisiert. Im Hintergrund wurden intensiv mit Vertretern der Kammer und verschiedensten politischen Entscheidungsträgern immer wieder branchenrelevante Themen aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze erarbeitet und kommuniziert.

Es gibt noch viel zu tun

Für die Initiatoren ist eines klar: Etappenziele wurden erreicht, es bleibt jedoch noch viel zu tun. Versprechen seitens der Regierung gilt es weiterhin einzufordern, denn die Wochen und Monate vergehen und die Verzweiflung vieler Unternehmer ist groß, oftmals lebenslang aufgebaute Existenzen gehen zugrunde, und Insolvenzen drohen.

Der Lockdown-Umsatzersatz für November und Dezember 2020 umfasse viele der Veranstaltungsdienstleister immer noch nicht, heißt es seitens der Initiatoren. Zwischen Fixkostenzuschuss I und Fixkostenzuschuss II bleibe eine Lücke von 3 Monaten. Beim Schutzschirm gelte es auch, die Risiken und Stornoaufwendungen der Veranstaltungsdienstleister mitzuberücksichtigen. Und die verbleibenden Kosten der Kurzarbeit seien für eine Branche ohne Umsatz schlichtweg nicht finanzierbar. Es müssen weiterhin aktiv die wirtschaftliche Notlage der Veranstaltungsdienstleister thematisiert und konstruktiv Lösungswege erarbeitet werden – im Sinne der gesamten Branche. „livecom – die Vereinigung der österreichischen Veran­staltungsdienstleister” wird diese Arbeit künftig fortführen – auch als notwendige Reaktion auf die fehlende Branchenvertretung der Veranstaltungsdienstleister, wie es von den Initiatoren heißt.

Rahmenbedingungen gestalten

In den nächsten Monaten setzt sich die Vereinigung zum Ziel, weiterhin bestmöglich an der Gestaltung der dringend notwendigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und Subventionen für eine der von Covid-19 am härtesten getroffenen Branchen mitzuwirken und die Branche gegenüber Kammern und Politik geeint zu vertreten. Die Initiatoren bringen die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen kostenlos und im gemeinschaftlichen Sinne ein; parallel dazu soll mittelfristig eine gemeinsame Organisation mit den dafür notwendigen Strukturen und Ressourcen geschaffen werden.

Längerfristig wird sich die Vereinigung mit Themen wie Gewerberecht, Kammerzugehörigkeiten, der Vereinheitlichung von Kollektivverträgen, der Mitwirkung in der Lehre und Ausbildung (Veranstaltungstechniker, Veranstaltungskaufmann) sowie der Erhebung von Daten, Fakten und Zahlen für Branchenkennzahlen und Studien auseinandersetzen und deren Entwicklung maßgeblich mitgestalten. Auch die Pflege und Einführung eines geeinten Standards und Qualitätssystems wird längerfristig angestrebt. (red)

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