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Das Credo: „Präsenz zeigen auf allen Kanälen” © medianet

"medianet"-Herausgeber Chris Radda im Gespräch mit Michael Eder, GF Krone ­Multimedia, und Max Mahdalik, Head Krone.TV.

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"medianet"-Herausgeber Chris Radda im Gespräch mit Michael Eder, GF Krone ­Multimedia, und Max Mahdalik, Head Krone.TV.

Redaktion 10.12.2021

Das Credo: „Präsenz zeigen auf allen Kanälen”

Nach einem Jahr Krone.TV steht die Print/Online-Reichweite der Medienmarke „Krone” bei historischen Höchstwerten.

WIEN. In den vergangenen Jahren habe bei der Krone eine „beispiellose Digitalisierungsoffensive” eingesetzt. Ob bei Print, Radio, TV oder Online: Die Krone habe neue Formate geschaffen, „um eine nutzerfreundliche Verschmelzung zwischen dem analogen und dem digitalen Raum zu schaffen”, so Michael Eder, Geschäftsführer der Krone Multimedia GmbH & Co KG, und Max Mahdalik, Head of Krone.TV, im medianet.tv-Interview über Pläne und Initiativen, um die Kronen Zeitung nach ihrem 62-jährigen Bestehen zu verjüngen und zu erweitern.

Paradigmenwechsel

„Digital First”, so lautet das Motto in der größten Redaktion Österreichs – ein notwendiger Paradigmenwechsel, wenn man sich die Zahlen der Internet User in Österreich vor Augen führt: 95% der heimischen Haushalte verfügen mittlerweile über einen Internetanschluss. „Die Herausforderung ist groß”, gesteht Michael Eder, Österreich sei ein traditionell sehr printlastiges Land, aber die Digitalisierung sei auch hierzulande auf dem Vormarsch. Damit die Modernisierung der Zeitung gelinge, sollen die Produkte „neu gedacht und die Print- und Onlineredaktionen noch näher zusammengerückt werden, um die innerbetriebliche Kommunikation und Abstimmung mit dem digitalen Bereich zu gewährleisten”, so Eder.

„So gibt es in den Redaktionen ein wegweisendes Pilotprojekt, bei dem zuerst in den digitalen Kanälen publiziert wird, ergänzende Informationen bzw. Long Tale-Formate dann im Print erscheinen, um den Servicecharakter im analogen Raum zu verstärken.”
Mit diesen und vielen weiteren Maßnahmen hieve das Unternehmen die Reichweiten wieder „in bekannte Höhen”, so Eder weiter. Laut einer intern durchgeführten Brand Reach-Studie hat die Marke Krone eine Tagesreichweite von 41,7% und somit eine kumulierte Reichweite bei über 40%. Die digitale Reichweite der Krone liegt bei 25%, Tendenz steigend. „Das ist ein eindrucksvolles Zeichen, dass die Marke nicht nur lebt, sondern auch wächst.”

Projekt Krone.TV

Ein weiteres großes Projekt ist derzeit der TV-SenderKrone.TV. Seit einem Jahr kann man Österreichs größte Tageszeitung quasi auch im Fernsehen empfangen. Das erste Jahr im TV ist bekanntlich das härteste, die Kinderkrankheiten hat man aber laut Max Mahdalik, Krone.TV-Chef, auch durch die bereits bestehenden Formate gut überwunden.

Der Vorteil der Krone im TV bestehe laut Eder darin, dass das Medium bereits aus dem sehr erfolgreich gestalteten digitalen Raum in die TV-Sparte vorstößt.
Insgesamt beschäftigt sich die Kronen Zeitung seit mittlerweile 20 Jahren mit Bewegtbildcontent, „allerdings war das bis jetzt nur ein ergänzendes Angebot auf unseren digitalen Kanälen. Die Produktionen wurden immer mehr und größer, und so war die Gründung eines TV-Senders die logische Schlussfolgerung”, so Mahdalik.
Die Bekanntheit von Krone Online schaffe natürlich auch einen Reichweiteneffekt, der enorme Vorteile für die TV-Formate bringe. „Zusätzlich ist die Grundstruktur mit den unterschiedlichen Landesredaktionen Teil der mittelfristigen Strategie. Diese bringen den Vorteil, auch regional gut aufgestellt zu sein und dem Publikum mehr inhaltlichen Tiefgang zu bieten, neben dem positiven Effekt auf den Werbemarkt. Durch die Regionalität können neue Werbepakete geschnürt werden, und man kann auch auf kleinere, regionale Kunden besser eingehen”, so Mahdalik.
Angesprochen auf den Geschäftsverlauf, meint Eder: „Seit einigen Jahren boomt der digitale Werbemarkt. Das Jahr rennt sehr gut” und auch deshalb könne man das Projekt Krone.TV alleine aus dem Cashflow des Unternehmens finanzieren. „Das ist für ein Großprojekt dieser Art nicht selbstverständlich, zeigt aber, wie erfolgreich die Krone bereits mit ihren unterschiedlichen Angeboten den Markt bespielt”, so die beiden.

Wichtig: Eigenproduktionen

Beim Thema Programm will man auch in Zukunft weiter auf Eigenproduktionen setzen. Der Schwerpunkt soll hierbei weiterhin auf News-Formate gesetzt werden, ausgerichtet auf ein junges Publikum. Mit dem enorm hohen Anteil an Eigenproduktionen hat man bei der Krone gute Erfahrungen gemacht, zusätzlich bieten diese weitere Synergiemöglichkeiten. Eines der größten Projekte im TV-Bereich der letzten Zeit war die erstmalige Live-Besteigung des Großglockner inklusive eines Konzerts von Andreas Gabalier. „Das hat der Krone Hunderttausende von Zusehern gebracht, auf sämtlichen von der Krone betriebenen Kanälen”, so Mahdalik.

Und neue Formate entstehen am „laufenden Band”, neben einem Musik-Magazin namens „Wyld” das sich speziell der österreichische Musikszene annimmt, reüssiert man auch mit Kooperationen. Ein gutes Beispiel dafür sei das Diskussionsformat club3 mit den Chefredakteuren von profil, Kurier und Krone, gestaltet in Kooperation mit SchauTV. Diese Kooperation schaffe auch die notwendigen systemischen Verbindungen: „Damit wächst das auch im Geiste zusammen, nämlich Print-Redaktion mit TV-Redaktion und Online-Redaktion über den gesamten Konzern”, so Eder, „Das ist ein Weg, den wir auch künftig weitergehen.” (red)


Das TV-Interview sehen Sie auf: www.medianet.tv

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